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Warum ihr abgepackte Salate nicht einfach so essen solltet

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SALAD SUPERMARKET
Warum ihr niemals abgepackte Salate einfach so essen solltet | B2M Productions via Getty Images
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Viele Menschen essen im Sommer gerne Salat, sind aber zu faul, die Salatblätter zu waschen. Deshalb greifen Kunden gerne zu den abgepackten Salaten im Kühlregal des nächsten Supermarktes - und setzen sich der Gefahr aus, krank zu werden, weil sie ihn nicht richtig zubereiten.

Das zeigt ein trauriger Vorfall in Großbritannien: Dort starben letzte Woche zwei Menschen, die sich mit dem Bakterium E. Coli O157 infiziert hatten. Es wird vermutet, dass die Betroffenen die Keime über Salatblätter, möglicherweise Rucola, aufgenommen haben. 151 weitere Menschen sind aufgrund der Infektion erkrankt.

Auch in Deutschland können Salate mit Keimen belastet sein

Auch in Deutschland kann man sich über rohen Salat mit Keimen infizieren - viele erinnern sich dabei wohl an den EHEC-Skandal im Jahr 2011 mit 4000 Betroffenen und 53 Todesopfern. Der Ausbruch ging auf Bio-Sprossen zurück, die mit EHEC-Keimen belastet waren.

Trotzdem gehen viele Menschen viel zu sorglos mit der Keimgefahr um - und achten nicht darauf, den Salat immer sorgfältig zu waschen. Das gilt vor allem bei der abgepackten Variante, die als "gewaschen" und "verzehrfertig" angepriesen wird.

Denn dieses Versprechen darf zumindest in Teilen bezweifelt werden: Das Urteil von Stiftung Warentest, die die abgepackten Salate 2013 unter die Lupe nahm, war vernichtend: "In fast jeder zweiten Tüte tummeln sich zu viele Keime", schreibt Stiftung Warentest auf der Webseite ihrer Zeitschrift "Test". Sogar verdorbene Salate habe man entdeckt, die die Note "mangelhaft" erhielten.

Erhöhte Keimgefahr durch die Schnittstellen

Auch jetzt finden sich noch Keime in abgepackten Salaten: Vor zwei Monaten untersuchte der Fernsehsender NDR Tütensalate aller großen Supermarktketten und kam zu dem Ergebnis, dass die Proben von Aldi, Edeka und Rewe eine erhöhte Keimbelastung aufwiesen. Das Labor hielt sie aber für "verkehrsfähig". Nur der Fertigsalat von Lidl war unauffällig.

Die erhöhte Keimgefahr bei Tütensalaten ergibt sich dadurch, dass die Blätter schon vor dem Verkauf zugeschnitten werden. Die Schnittstellen bieten den Keimen einen idealen Nährboden - und durch die Lagerung haben diese zusätzlich Zeit, sich zu vermehren.

Tütensalat immer vorher waschen

Das soll nicht heißen, das ihr keinen abgepackten Salat mehr essen solltet: Tütensalat sollte einfach vor dem Essen unbedingt gewaschen werden - auch wenn auf dem Etikett steht, dass er schon gewaschen wurde.

Außerdem solltet ihr den Salat immer kühl halten, um zu verhindern, dass sich die Keime weiter ausbreiten. Wenn der Salat braun oder matschig ist und wie Hefe riecht, dann werft ihn besser weg.

Wenn ihr diese einfachen Hygieneregeln einhaltet, könnt ihr euren Salat ohne Bedenken genießen.


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(glm)