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"Das können wir nicht laufen lassen": Herrmann fordert strengere Grenzkontrollen

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JOACHIM HERRMANN
Bayerns Innenminister Herrmann verlangt strengere Grenzkontrollen | ASSOCIATED PRESS
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  • Nach dem Axt-Angriff in einem Regionalzug fordert Bayerns Innenminister strengere Grenzkontrollen
  • Während des Asylverfahrens des Täters seien nicht einmal Fingerabdrücke genommen worden
  • Bei Tausenden Flüchtlinge würde das Verfahren noch immer nicht korrekt durchgeführt werden

Nach dem Angriff eines Flüchtlings auf Zug-Insassen hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ein strengeres Vorgehen bei den Grenzkontrollen gefordert.

Wer ohne Papiere einreise und seine Identität nicht belegen könne, müsse zunächst an der Grenze festgehalten und überprüft werden, sagte Herrmann am Mittwochabend im Fernsehen des Bayerischen Rundfunks. "Das können wir nicht mehr so laufen lassen."

Herrmann verlangte schnellere Verfahren beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg. Der 17-jährige Angreifer sei bereits im Juni 2015 nach Deutschland eingereist, sagte er weiter.

"Tausende, bei denen das Verfahren immer nicht richtig durchgeführt wird"

Das Asylverfahren des Afghanen sei seitdem aber nicht vorangekommen: "Er ist nicht angehört worden. Es sind auch keine Fingerabdrücke genommen worden", kritisierte Herrmann.

"Das ist eines der Defizite, die wir ja seit Monaten beklagen, dass wir hier noch nicht in wirklich regelmäßigen und geordneten Verfahren sind, dass es Tausende nach wie vor in unserem Land gibt, bei denen das Verfahren immer noch nicht richtig durchgeführt wird."

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Kanzlerin Merkel will "aus diesem tragischen Fall Schlüsse ziehen"

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nannte die Attacke eine "unfassbar grausame Tat". Sie sagte, dass alles getan werde, "was von Seiten des Staates und seiner Sicherheitsbehörden getan werden kann, um jede Form von gewaltbereitem Extremismus zu entdecken und zu unterbinden".

Merkel sagte am Rande eines Besuchs der britischen Premierministerin Theresa May in Berlin: "Es gibt noch vieles aufzuklären rund um die Person des Täters und um die Hintergründe seiner Tat."

Sie habe "alles Vertrauen" in den Generalbundesanwalt und die übrigen beteiligten Behörden, "dass alles getan wird, um Klarheit zu schaffen und gegebenenfalls aus diesem tragischen Fall Schlüsse zu ziehen".

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(vr)