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Steven Spielberg kehrt mit "BFG" ins Kino zurück: "Habe genug zu tun"

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STEVEN SPIELBERG
Steven Spielberg kehrt mit dem Film "BFG" ("Big Friendly Giant") ins Kino zurück | Yves Herman / Reuters
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In Hollywood zählt Steven Spielberg (69) seit Jahrzehnten zu den ganz Großen. Der preisgekrönte Regisseur hat mit Streifen wie "Der Weiße Hai", "E.T.", "Der Soldat James Ryan" und "Schindlers Liste" Kinogeschichte geschrieben. In den letzten Jahren hat sich der mittlerweile 69-jährige US-Amerikaner etwas zurückgezogen.

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Jetzt kehrt Spielberg mit dem Film "BFG" ("Big Friendly Giant") noch einmal zurück auf die Kinoleinwand und nutzt moderne "Motion Capture Technologie", um die Geschichte eines kleinen Mädchens zu erzählen, die einen Träume fangenden Riesen trifft. Es ist eine Geschichte, wie sie nur von jemandem wie Spielberg erzählt werden kann. Gerade zu, als sei der "Friendly Giant" keine Erfindung von Schriftsteller Roald Dahl aus dem Jahre 1982.

Es ist das erste Mal, dass Spielberg mit den Disney Studios zusammenarbeitet. Und es war das letzte Projekt, das Spielberg mit seiner langjährigen Weggefährtin Melissa Mathison (sie hatte "E.T." geschrieben) auf den Weg brachte. Mathison starb im vergangenen Jahr. Ein Tod, der Spielberg persönlich sehr getroffen hat. Im Filmabspann würdigt er seine verstorbene Freundin mit den Worten "Für unsere Melissa".

Ein großer Fan von Walt Disney

Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news erklärt Spielberg, dass sich bisher eine Zusammenarbeit mit Disney niemals ergeben hätte. Dabei sei er, "ein ganz großer Fan von Walt Disney gewesen. Ich glaube, dass er - noch mehr als Alfred Hitchcock - die Menschen in Spannung versetzen konnte. Das hat mich immer fasziniert. Disney war der Erste, der mir beigebracht hat, wie mächtig Kino sein kann. Disney war derjenige, der es geschafft hat, dass du dich in einer Minute zu Tode erschrecken kannst und in der nächsten gerettet wirst".

Auf die Frage, warum er es als Regisseur dieser Tage etwas langsamer angehen lässt, entgegnet Spielberg: "Ich spüre meine Jahre in den Knochen, ob nun auf oder neben dem Set (lacht). Aber ich habe eigentlich genug zu tun. Ich suche mir meine Projekte dieser Tage sehr gezielt aus, produziere mit meiner Firma Sachen fürs Fernsehen. Mein Leben ist bunt und munter. Ich bin rundum happy und gesund. Das ist das Wichtigste."

"Indiana Jones" ohne George Lucas?

Eine Welt ohne Spielberg kann sich wohl kaum jemand vorstellen. Und es sieht ja auch so aus, als habe einer wie Spielberg noch große Dinge vor. Angeblich ist der nächste "Indiana Jones"-Film in Planung - doch diesmal ohne George Lucas? Spielberg kontert sofort: "Wer sagt denn, dass wir ihn ohne George Lucas machen? Das stimmt so nicht. George wird seinen Input einbringen. Das kann ich an dieser Stelle garantieren. Er wird neben mir als Produzent mitwirken. Ich würde niemals einen 'Indiana Jones'-Film ohne Lucas machen. Das wäre Wahnsinn. Und Georges Handschrift ist im Übrigen auch ganz deutlich in 'Star Wars: Das Erwachen der Macht' zu erkennen."

Für "BFG" benutzte Spielberg auch die in Hollywood dieser Tage sehr beliebte "Motion Capture Technologie". Ist es heute einfacher, Blockbuster zu produzieren, Mr. Spielberg? "Ich weiß nicht, ob es leichter ist, Blockbuster zu produzieren. Aber ich weiß, dass ein Film wie 'BFG' vor fünf Jahren so noch nicht möglich gewesen wäre. Heute können wir Emotionen erzeugen mit animierten Charakteren, die früher nicht möglich waren. Die Entwicklung ist absolut faszinierend", schwärmt der Filmemacher.