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Twitter-Aussetzer von Renate Künast und anderen Politikern

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Renate Künast hat einen Shitstorm ausgelöst

Einsatzkräfte haben einen jungen Mann am Montagabend bei Würzburg getötet, der mit einer Axt auf Menschen in einem Zug losgegangen war und später Polizisten angegriffen hatte. Renate Künast twitterte dazu: "Tragisch und wir hoffen für die Verletzten. Wieso konnte der Angreifer nicht angriffsunfähig geschossen werden???? Fragen!" Viele Twitter-User fragten sich allerdings eher, ob Künasts Tweet zu diesem Zeitpunkt angebracht war. Sie mache den Täter zum Opfer, hieß es bei dem Kurznachrichtendienst. Und das ist nicht der erste Shitstorm, der über Künast hinwegfegt.

Renate Künast

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Häme hatte es für die Grünen-Politikerin auch schon gegeben, nachdem sie den Europa-Abgeordneten Richard Sulík, der in der Talkshow bei Anne Will aufgetreten war, von der Slowakei nach Polen verpflanzte: "oh je, es gibt bestimmt bessere Botschafter für #Polen. #annewill", twitterte sie im März. Der Spott ließ nicht lange warten: "Slowakei oder Polen, Hauptsache es ist genug Chrystal Meth da", schrieb ein User in Anspielung auf den Drogenskandal um den Grünen Volker Beck. Allerdings reagierte Künast auch souverän. 30 Minuten später schrieb sie: "Man soll nicht tweeten, wenn man nur kurz reinzappt. Aber man muss daraus auch keinen Weltuntergangs-Shitstorm machen." Im Oktober 2015 hatte Künast auf Facebook für Lacher gesorgt: Sie zeigte dort ein Foto von sich am Lincoln Memorial in Washington - verwechselte diesen aber mit George Washington...

Beatrix von Storch

Die AfD-Politikerin Beatrix von Storch nutzt Twitter ebenfalls gerne. Einen Shitstorm gab es gegen sie auch erst vor Kurzem: Nachdem die DFB-Elf bei der EM in Frankreich ausgeschieden war, schrieb sie: "Vielleicht sollte nächstes mal dann wieder die deutsche NATIONALMANNSCHAFT spielen?" Die Reaktionen darauf gingen von "dumm", bis "der ekelhafteste Tweet des Abends". Nicht wenige legten ihr nahe, ihren Twitter-Account zu löschen. Von Storch löschte später den Tweet und erklärte auf Facebook, dass sie wohl von "Bild & Co" falsch verstanden worden sei...

Nicht das erste Mal, dass sie nach einem peinlichen Post mit hanebüchenen Erklärungen zurückruderte. Anfang des Jahres stimmte sie der Partei-Chefin Frauke Petry zu, die sich für den Gebrauch von Schusswaffen bei illegalen Grenzüberschreitungen aussprach. Ihr Facebook-Post damals lautete: "Wer das HALT an unserer Grenze nicht akzeptiert, der ist ein Angreifer. Und gegen Angriffe müssen wir uns verteidigen." Später erklärt sie dem "Spiegel", sie sei auf ihrer Computermaus ausgerutscht. Der Spot auf Twitter ließ nicht lange auf sich warten.

Markus Söder

Der bayerische Finanzminister Markus Söder liebt Twitter. Die Twitter-User aber nicht immer ihn. Nach dem EM-Viertelfinal-Sieg gegen Italien hieß es auf dem Account des CSU-Politikers: "Nie mehr Elfer für Özil. Künftig Elfer nur noch durch junge Spieler" und stieß damit auf sehr wenig Begeisterung... Söder löschte diesen ursprünglichen Tweet dann. Nach den Anschlägen in Paris im vergangenen November hatte Söder schon für ganz andere Entrüstung gesorgt: "#ParisAttcks ändert alles. Wir dürfen keine illegale und unkontrollierte Zuwanderung zulassen", twitterte er und erntete einen gehörigen Shitstorm.

Erika Steinbach

Shitstorms kennt auch Erika Steinbach: Die CDU-Bundestagsabgeordnete hatte erste Ende Februar viel Kritik auf sich gezogen. Die Politikerin teilte auf Twitter ein Foto, das ein weißes, blondes Mädchen umgeben von einer Gruppe dunkelhäutiger Kinder zeigt. Auf dem Bild stand: "Deutschland 2030" und "Woher kommst du denn?". "Widerlich" und "rassistisch" lautete nicht nur das Urteil der Netzgemeinde.

Julia Klöckner

Julia Klöckner (CDU) sorgte im März mit diesem Tweet für Verwirrung: "Wer AfD aus Protest wählt, stärkt am Ende das linke Lager". Viele machten sich einen Spaß daraus, zu lesen war nicht nur von einer "Rechts-Links-Schwäche", sondern auch Sprüche wie "Wer für Kinder bremst, stärkt am Ende die Raser" oder "Wer Schweinefleisch isst, stärkt das vegane Lager". Später erklärte Klöckner dann doch noch etwas ausführlicher, was sie eigentlich hatte sagen wollen. Schon 2009 hatte Klöckner mit einem Tweet danebengegriffen: Bei der Wahl des Bundespräsidenten Horst Köhler twitterte sie aus der Zählkommission heraus - rund 15 Minuten vor der offiziellen Bekanntgabe des Wahlergebnisses - das Ergebnis der Abstimmung. Mit Bezug auf den letzten Spieltag der Bundesliga schrieb sie: "Leute, Ihr könnt in Ruhe Fußball gucken. Wahlgang hat geklappt!". Später löschte sie den Tweet und entschuldigte sich dafür.

Peter Altmaier

Peter Altmaier (CDU) ist nicht gerade für unsinnige oder provokante Tweets bekannt, einmal, Anfang 2012, erwischte es den jetzigen Chef des Bundeskanzleramts aber auch - es ging dabei um Christian Wulff, der sich weigerte, Fragen von Journalisten rund um die "Kreditaffäre" zu beantworten: "Wünsche mir, dass Christian seine Anwälte an die Leine legt und die Fragen/Antworten ins Netz stellt", schrieb Altmaier. Einige waren von diesem Tweet gar nicht angetan.