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Wie Pokémon-Go-Spieler Pegida alt aussehen lassen

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Die Idee hatte etwas wirklich Charmantes:

Erstens: Was ziemlich Gutes tun.
Zweitens: Spaß dabei haben.
Drittens: Mit der Taktik noch mehr Menschen zum Mitmachen bringen.
Viertens: Pöbler blöd aussehen lassen.

pegimon

Junge Münchner haben sich am Montagabend auf dem Odeonsplatz getroffen, um Pokémon-Go-spielend eine Demonstration der rechten Pegida zu kontern. Mit Augmented Reality gegen nervige Reality.

Viele Münchner haben die ständigen Versammlungen der Rechten satt. Die Stadt München versucht juristisch, die Demos zu unterbinden.

Organisatoren rufen zur "Pegimon"-Jagd

Die Organisatoren der Pokémon-Go-Aktion wollten der erneuten Demo mit Spaß beikommen - und zogen damit auch noch die Pegida-Demo ins Lächerliche. Sie riefen über Facebook genau genommen nicht zur Gegendemo auf, sondern zur "Pegimon"-Jagd. Und haben gleich noch ein paar satirisch gestaltete Pokémon dazu gepostet.

Bei Pokémon go, dem Spiel von Nintendo und Niantic, das vor gut einer Woche einen weltweiten Hype ausgelöst hat, fangen die User kleine Monster, die Pokémon, indem sie mit ihrem Handy in der Gegend herumlaufen, bis sie ein Pokémon auf dem Display angezeigt bekommen. Und dann fangen können.

Gegen Pegida - ob mit oder ohne Pokémon Go

Hinter dem Aufruf stehen die Organisatoren der Antifa-nahen Facebook-Seite "Love, Beats and Happy Bass“. Ihr Slogan "München gegen Nationalismus und Hass, Weltstadt mit Herz ... und Verstand“.

Der Plan der Organisatoren ging jedenfalls auf, auch wenn die "normalen" Gegendemonstranten laut dem Bayerischen Rundfunk (BR) weit in der Überzahl waren.

Ein Pokemon-Spieler sagte dem BR, er sei eigentlich nur wegen des Spiels auf den Odeonsplatz gekommen. Die Pegida-Parolen hätten ihn aber schockiert, dass er das nächste Mal auch ohne Pokémon-Aktion zur Gegendemo kommen wolle.

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(lk)