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"Traum von Olympia" im Live-Stream - ein Film über die "Nazi-Spielen von 1936"

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  • "Der Traum von Olympia" am 18. Juli im Ersten und Internet sehen
  • Dokudrama über die Olympischen Spiele 1936 in Berlin
  • Im Video: So streamt ihr die ARD online

An die Olympischen Spiele in Berlin hatten Wolfgang Fürstner und Gretel Bergmann große Erwartungen. Der Nazi-Funktionär und die jüdische Hochspringerin - vom 1. bis 16. August 1936 wollten sie sich jeweils auf ihre Weise den "Traum von Olympia" erfüllen.

Das gleichnamige Dokudrama im Ersten erinnert an diesem Montag ab 21.45 Uhr an das große Vertuschungsmanöver Adolf Hitlers, Nazi-Deutschland als friedliebenden Staat zu präsentieren. Und das auch im Internet.

"Der Traum von Olympia" im Live-Stream

So könnt ihr während der Ausstrahlung des Films "Der Traum von Olympia" im Live-Stream auf der Homepage des Senders sehen. Zudem streamen auch Dienste wie Magine TV und TV Spielfilm live Das Erste online. Beide Anbieter sind Kooperationspartner der Huffington Post.

Der Film zu den "Nazi-Spielen von 1936" findet ihr zudem auch in zwei Mediatheken. So bietet die ARD den Film auch nach der Ausstrahlung zum Abruf an sowie auch die Homepage von Arte. Der Kultursender hatte das Dokudrama am Sonntag im Programm gehabt. Über beide Seiten können Interessierte den Film kostenlos streamen.

Der NS-Funktionär Fürstner: Er will in der Wehrmacht machen

Aber worum geht es eigentlich in "Traum von Olympia"? Fürstner (Simon Schwarz), NSDAP-Mitglied und Sportfunktionär, hat den Auftrag, vor den Toren Berlins das Olympische Dorf aufzubauen. Der 1896 in Posen geborene Veteran des Ersten Weltkriegs hat Ende der 1920er Jahre die erste Sportvereinigung des Deutschen Offizier-Bundes gegründet.

1934 bekommt er den Auftrag, die Aufsicht über das Olympische Dorf zu übernehmen. Als Kommandant des Dorfes erhofft sich Fürstner eine steile Karriere in der Wehrmacht.

Mit den mehr als 140 Häusern mitten in einer künstlich angelegten Seenlandschaft (inklusive finnischer Sauna) will sich das sogenannte "Dritte Reich" den Sportlern und Medien aus aller Welt als fortschrittliches Land zeigen.

Neben dem Reichssportfeld mit dem Olympiastadion gehört das Dorf zu den wichtigsten Projekten für die Spiele. Als Vorbild dient Los Angeles. Die US-Metropole hat die Wettkämpfe 1932 mit großem Erfolg ausgerichtet.

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Sportlerin Bergmann: Sie hofft auf die Olympia-Teilnahme trotz jüdischer Herkunft

Gretel Bergmann (Sandra von Ruffin) aus Laupheim im heutigen Baden-Württemberg träumt von sportlichen Erfolgen bei den Olympischen Spielen. Sie hat zwar 1931 die 1,51-Meter-Marke gerissen und damit den deutschen Rekord aufgestellt. Doch nach der Machtübernahme der Nazis 1933 werden jüdische Sportler aus den Vereinen verbannt.

Gretel Bergmann geht nach England, wo sie weiter trainiert und ihre Leistungen verbessert. Die Nazis hören davon und signalisieren ihr, sie könne nach Deutschland zurückkehren. Weil sie Goldmedaillen und damit Renommee wittern, stellen die Funktionäre ihr einen Platz im Kader in Aussicht.

Protagonisten erzählen ihren "Traum von Olympia"

Mit "Wochenschau"-Aufnahmen und Spielszenen zeichnen Autor Florian Huber und Regisseurin Mira Thiel die Wochen vor dem Olympia-Start nach. Von den gigantischen Bauten bis zu den Vergnügungstempeln in der Berliner Innenstadt - im Sommer 1936 präsentiert sich Deutschlands Hauptstadt als weltoffene Metropole.

In der Ich-Form erzählt jeder der beiden Protagonisten im Wechsel von seinen Hoffnungen und Wünschen, die sie mit den Spielen verbinden.

Doch Fürstner und Bergmann geraten zunehmend unter Druck. Fürstner gerät in Schwierigkeiten, als er dem Berliner Polizeichef Wolf-Heinrich Graf von Helldorf (Gotthard Lange) die Aufsicht über das Olympische Dorf verweigert.

Gretel Bergmann trainiert währenddessen, ohne sicher zu sein, ob die Nazis sie trotz ihrer jüdischen Herkunft doch noch nominieren werden. Ihr Vater Edwin Bergmann (Paul Faßnacht) bestärkt sie in der Hoffnung, die Zusage werde schon kommen.

Zwar mutet die Abfolge der Filmmonologe etwas starr an. Und die Sprache klingt manchmal arg pädagogisch. Am Ende, das wird in diesem Film deutlich, entpuppt sich "Der Traum von Olympia" als Alptraum und letztes Kapitel einer gigantischen Farce, drei Jahre vor Beginn von Hitlers "totalem Krieg".

Oder kurz zusammengefasst: Der Tailer zum Dokudrama

"Der Traum von Olympia - Die Nazi-Spiele von 1936" am 18. Juli ab 21.45 Uhr im Ersten

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