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Christoph Waltz: "Es ist ja nicht so, dass ich mir einen runterhole"

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Christoph Waltz als Bösewicht Leon Rom in

Ende Juli kommt Edgar Rice Burroughs Klassiker "Tarzan" als moderne Neuverfilmung ("The Legend of Tarzan") wieder in die Kinos. Während der Schwede Alexander Skarsgård die Rolle des einstigen Dschungel-Jungen übernimmt, ist Christoph Waltz (59, "Django Unchained") einmal mehr als Bösewicht auf der Leinwand zu sehen. Dabei war der zweifache Oscarpreisträger eigentlich nie ein Fan von Tarzan. Tarzan habe ihn "nie wirklich interessiert", erklärt Waltz im Interview mit der "Bild am Sonntag". Der Grund für seine Teilnahme sei ein ganz anderer. Er habe etwas mitbringen wollen, "das den Film bereichert".

Ganz ehrlich gibt er zu, dass in seinen Engagements "ein egoistisches Element" immer eine Rolle spiele. "Aber am Ende des Tages willst du als Schauspieler dem Film, also dem Ganzen, helfen. Es ist ja nicht so, dass ich mir einen runterhole, wenn ich mich auf der Leinwand sehe", so Waltz' klare Worte. An "irgendeinem Denkmal" für sich bastle er aber nicht herum. Viel wichtiger sei ihm, dass er "so lange wie möglich gut beschäftigt" ist.

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Bei einer Serie mitzuwirken, wie es momentan viele andere Hollywood-Stars machen, kommt für Waltz aber eher nicht in Frage. "Ich mag ein Ende, und dass Dinge abgeschlossen werden. Im Fernsehen ist es doch so, dass die Geschichten niemals enden." Ihm erscheine es so, als würde sich heute alles darum drehen, "eine Geschichte so lange wie möglich am Leben zu erhalten". Das habe "fast etwas Pornografisches oder ähnelt einer Drogensucht", so die Meinung des gebürtigen Österreichers.