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Schießerei in Baton Rouge: Maskierter tötet drei Polizisten

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BATON ROUGE
Schießerei in US-Bundesstaat Louisiana: Drei Polizisten in Lebensgefahr | Joe Penney / Reuters
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  • Ein Maskierter hat in der US-Stadt Baton Rouge drei Polizisten erschossen
  • Der Täter wurde getötet

In Baton Rouge, der Landeshauptstadt des US-Bundesstaates Louisiana, sind drei Polizisten erschossen worden. Drei weitere wurden verletzt.

Einer der Verletzten kämpfte nach Angaben der Polizei noch um sein Leben. Mittlerweile sei die Situation unter Kontrolle, bestätigte die Polizei. Der Täter sei erschossen worden.

Der Schütze soll schwarz maskiert gewesen sein. Die getroffenen Polizisten könnten in einen Hinterhalt gelockt worden sein. Darauf deuten nach Medienberichten Äußerungen von Gouverneur John Edwards hin, der auf Twitter von einer "Attacke gegen uns alle" sprach.

In ersten Berichten war noch von drei möglichen Schützen den Rede. Das stellte sich später als Falschmeldung heraus. "Wir glauben, dass die Person, die auf die Polizisten geschossen und sie getötet hat, tot ist", sagte der Chef der Staatspolizei, Mike Edmonson, am Sonntag auf einer Pressekonferenz.

Die Bevölkerung müsse nicht fürchten, dass es derzeit noch "aktive Schützen" gebe. Über das Motiv des Schützen wurde zunächst nichts mitgeteilt.

Die Lage in Baton Rouge ist seit Tagen besonders angespannt: Dort war am 5. Juli der Schwarze Alton Sterling von Polizisten erschossen worden, während er am Boden lag. Das und tödliche Polizeischüsse auf einen zweiten Schwarzen in Minnesota hatte in den USA eine Welle des Protestes gegen Polizeigewalt ausgelöst.

In der Nacht zum 8. Juli war es dann zur Eskalation gekommen. Am Rande einer Demonstration erschoss ein einzelner Heckenschütze gezielt fünf Polizisten. Das hat Befürchtungen ausgelöst, dass es zu weiterer Gewalt kommen könnte. Ob eine Verbindung besteht, ist bislang nicht bekannt.

"Das ist schon zu oft geschehen"

Der Vorfall löste auch deshalb besondere Besorgnis aus, weil am Montag in Cleveland der Parteitag der Republikaner beginnt. Dazu werden über 50.000 Menschen erwartet. Am Rande des Parteitages wird es zahlreiche Demonstrationen geben, das hat bereits Befürchtungen ausgelöst, dass es zu Ausschreitungen kommen könnte.

US-Präsident Barack Obama rief nach den tödlichen Schüssen die Amerikaner zu Einigkeit auf. "Das ist schon zu oft geschehen", sagte er am Sonntag. Das Motiv der Tat, sei noch nicht klar, sagte Obama.

"Wir als Nation müssen klar und deutlich sagen, dass nichts Gewalt gegen die Polizei rechtfertigt". Zugleich rief er angesichts der vor den Nominierungsparteitagen der Republikaner und Demokraten aufgeheizten Stimmung im Land zur Mäßigung auf.

"Es hängt von uns ab, Angst und Misstrauen zu überwinden", betonte Obama.

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(lk)