Petrys Ende? AfD erwägt Neuwahl des Bundesvorstandes

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AfD erwägt Neuwahl des Bundesvorstandes | Wolfgang Rattay / Reuters
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  • Die AfD erwägt die Einberufung eines Sonderparteitages
  • Dort soll dann ein neuer Bundesvorstand gewählt werden
  • Für Frauke Petry könnte es bei der Wahl eine Pleite geben

Nach den innerparteilichen Querelen will die AfD sich auf Bundesebene neu aufstellen. Dazu wird die Einberufung eines Sonderparteitages zu einer Neuwahl des Bundesvorstandes erwogen.

Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" aus Parteikreisen erfuhr, wurde für den 14. August ein Parteikonvent einberufen. Dieser besteht aus Mitgliedern der Landesverbände und des Bundesvorstandes.

Zweifel an Arbeitsfähigkeit des Vorstandes

Bei der Sitzung sollen die Mitglieder des Bundesvorstandes zu der Frage angehört werden, ob sie trotz ihrer Streitigkeiten zu einer Zusammenarbeit fähig sind. Sollte der Eindruck überwiegen, dass eine Zusammenarbeit nicht möglich ist, planen Mitglieder des Konvents die Einberufung eines Sonderparteitages, was mit einfacher Mehrheit möglich wäre.

Der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" am Sonntag: "Der Bundesvorstand ist arbeitsfähig, das hat auch die letzte Sitzung gezeigt. Natürlich gibt es gelegentliche Differenzen, aber das ist im politischen Betrieb normal.“

Sonderparteitag könnte für Petry gefährlich werden

Auch wenn Petry kürzlich Einigkeit in ihrer Partei beschwor und versuchte, den Parteikonflikt zu beruhigen, könnte eine Neuwahl des Bundesvorstandes für die AfD-Chefin gefährlich werden.

Schon lange stehen große Teile der AfD nicht mehr hinter Petry. Viele in den Partei wünschen sich einen andere Spitzenkandidaten für ihre Partei. Jörg Meuthen brachte erst kürzlich seine Vorstandskollegin Alice Weidel als Spitzenkandidatin ins Gespräch.

Auch dem rechten Hardliner Björn Höcke werden derartige Ambitionen nachgesagt. Er bedient das radikalere Klientel in der Partei. Ein Sonderparteitag könnte diesem Oberwasser geben.

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