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So mutig versuchte ein Passant den Amok-Fahrer von Nizza zu überwältigen

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  • Die Amok-Fahrt von Nizza hätte noch schlimmer ausgehen können
  • Ein mutiger Passant stürmte in das Fahrerhaus des LKWs
  • Durch diese mutige Aktion konnte die Polizei den Täter dann stoppen

Was der Attentäter von Nizza anrichtete, ist grauenvoll: Mindestens 84 Menschen sind gestorben, viele weitere sind verletzt. Aber es hätte womöglich noch schlimmer kommen können. Wären da nicht ein paar mutige Menschen gewesen, die versuchten, den Amok-Fahrer aufzuhalten.

Polizist fuhr auf Motorrad direkt neben LKW

Ein Polizist fuhr auf dem Motorrad direkt neben dem LKW. Als der LKW langsamer fuhr, sprang der Polizist vom Motorrad ab und rannte neben dem Lastwagen her. Zwei weitere Polizisten waren ebenfalls direkt am LKW. Keinem der drei gelang es allerdings, den Fahrer frühzeitig zu stoppen.

Der deutsche Journalist Richard Gutjahr hat die Aktion die Aktion vom seinem Hotelzimmer aus gefilmt. Im Video sieht man auch, dass der LKW nach der fehlgeschlagenen Aktion der Polizisten beschleunigt:

Hier beschleunigt der Lastwagen-Angreifer von Nizza

Mutiger Passant stürzte in die Fahrerkabine

Ein weiteres und letztes Mal musste der LKW an einer Straßenabsperrung abbremsen. Ein Passant rannte drauf aus der Menschenmenge in Richtung des LKWs und stürzte sich in die Fahrerkabine.

Zum Thema: Warum ausgerechnet Nizza?

Die Polizei Nizza bestätigte, dass der Mann in de LKW stieg und sich kurze Zeit mit dem Täter in der Fahrerkabine prügelte.

"Ich schrie ihn an. Aber es war ihm egal"

Der französische Politiker Eric Ciotti sagte dem Radiosender "Europe 1", die Überwältigung des Täters sei nur durch den mutigen Einsatz des Passanten möglich gewesen, der die Fahrt zwischenzeitig aufhielt. "Es war dieser Moment, der es der Polizei ermöglichte, den Täter zu stoppen."

Ein weitere Augenzeuge hielt den Mann zuerst für wahnsinnig: "Ich schrie ihn an, dass bereits viele Tote unter dem LKW lagen und er schnellstmöglich in Sicherheit gehen soll. Aber es war ihm egal."

Über 50 Einschusslöcher in der Fahrerkabine

Kurz darauf zog der Täter seine Waffe. Der Passant konnte gerade noch aus der Fahrerkabine fliehen.

Dann eröffnete der Täter das Feuer auf die Polizisten in der Nähe. Kurze Zeit später war der Lastwagen mit über 50 Einschusslöchern versehrt, der Täter tot. Wenigstens der mutige Passant und die Polizisten blieben unversehrt.

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(lp)