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Britische Politikerin Leadsom: Es ist "vernünftig", wenn Männer nicht auf Kinder aufpassen - sie könnten pädophil sein

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ANDREA LEADSOM
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Noch vor wenigen Tagen war Andrea Leadsom potenzielle neue Premierministerin Großbritanniens. Dann zog sie ihre Kandidatur zurück. Seit gestern ist ist die einstige Rivalin von Theresa May Umweltministerin.

Und kaum ist diese Personalie vermeldet, beginnt die nächste Debatte über die ehemalige Energieministerin.

In einem Interview mit der "Times" sagte Leadsom, es sei nicht vernünftig, männliche Babysitter oder Nannys zu engagieren, weil sie pädophil sein könnten.

Die Politikerin wies in dem Interview darauf hin, dass kaum eine Familie ihre Kinder von einem Mann hüten lasse. "Die meisten von uns tun das nicht", sagte sie.

"Das können Sie nun sexistisch nennen, aber wenn ich auf die Statistiken schaue, dann nennen ich das vorsichtig und vernünftig."

Und weiter: "Wir wissen, dass Pädophile gern mit Kindern arbeiten. Es tut mir Leid, aber das sind die Fakten."

Die Aussage fiel in einem anderen Interview mit der "Times" in dem sie vor einigen Tagen bereits sagte, sie sei die bessere Premierministerin, weil sie Kinder habe. Die Folge war eine breite Debatte über die Kinderlosigkeit der neuen Premierministerin May.

Die "Times" machte Leadsoms Statement erst heute öffentlich:

In der Opposition sorgt die Aussage für Wirbel. Die Aussage zeige ihr wares Gesicht, sie habe wieder einmal eine ihrer vielen Masken fallen lassen, sagte der Chef der Liberalen, Tim Farron.

Keine Frage, diese Aussage ist unfassbar dumm. Aber klar ist auch, von dieser Frau wird man auch in den nächsten Jahren immer wieder hören.

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(ben)