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Militärputsch in der Türkei: Bereits über 40 Tote bei Zusammenstößen

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  • Militärputsch in der Türkei
  • Rund um das türkische Parlament eröffnen Panzer das Feuer
  • Das Militär behauptet, die Macht übernommen zu haben
  • Die türkische Regierung dagegen spricht nur von einem Putschversuch

Am späten Freitagabend hat das türkische Militär einen Militärputsch begonnen. Die Armee gab bereits bekannt, sie habe die Macht über das Land übernommen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Ministerpräsident Yildirim sprach dagegen lediglich von einem "Versuch eines Teils des Militärs, die Macht zu übernehmen".

Die aktuellen Entwicklungen im News-Blog:

4:40 Uhr: 42 Tote bei Zusammenstößen

Der türkische Generalstaatsanwalt hat erklärt, dass bei den nächtlichen Zusammenstößen in Ankara insgesamt mehr als 40 Menschen ums Leben kamen. Medien berichten von 42 Todesopfern.

3:45 Uhr: Erdogan: Putschisten "werden hohen Preis bezahlen"

Erdogan hat sich in einer Ansprache vor Journalisten an die Öffentlichkeit gewandt. Er sagte, dass nur ein kleiner Teil der Armee für den Putsch verantwortlich sei.

Er sei in der Marmaris-Region gewesen. „Nachdem ich den Ort verlassen habe, wurde diese Gegend bombardiert“, sagte der AKP-Politiker. In Richtung Putschisten sagte er: "Sie werden einen hohen Preis bezahlen."

Laut dem Präsident wurden bislang mehr als 120 Personen wegen des Putschversuchs festgenommen.

3:15 Uhr: Erdogan landet in Istanbul

Erdogan ist am Atatürk-Flughafen gelandet. Das bestätigen jetzt auch Video-Aufnahmen. Fernsehbilder zeigen, wie der türkische Regierungschef von seinen Anhängern jubelnd empfangen wird.

2:51 Uhr: 6 Zivillisten in Istanbul erschossen

In Istanbul sollen sechs Zivillisten erschossen worden sein. Zudem habe es bei den Ausschreitungen hunderte Verletzte gegeben. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Bereits vorher berichteten Medien über 17 getötete Polizisten in Istanbul.

2:50 Uhr: Erdogan wieder auf türkischem Boden

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ist nach einem Bericht des Fernsehsenders NTV in Istanbul gelandet.

2:48 Uhr: Geiselnahme bei Zeitung "Hürriyet“

Nach Informationen der großen Zeitung "Hürriyet" ist es zu einer Geiselnahme in der Redaktion gekommen.

2:46 Uhr: Gebäude von CNN Turk gestürmt

Vor laufender Kamera berichtet eine CNN Moderatorin, dass gerade das Gebäude des Senders gestürmt wird.

2:13 Uhr: Erdogan angeblich in der Türkei

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat nach Angaben aus dem türkischen Präsidialamt nicht das Land verlassen. "Der Präsident ist an einem sicheren Ort“, hieß es aus der Behörde. "Er ist in der Türkei.“

1:55 Uhr: Geheimdienst: Putschversuch "abgewendet"

Ein Sprecher des türkischen Geheimdienstes MIT sagte dem Sender CNN Türk, der Putschversuch sei "abgewendet".

1:54 Uhr: Schwere Explosion in Istanbul

Schwere Explosion in Istanbul. Der Hintergrund war zunächst unklar. Auch Stunden nach Beginn des Putschversuches waren noch Schüsse zu hören. Hubschrauber mit Suchscheinwerfern und ausgeschalteten Positionslichtern flogen im Tiefflug über die Millionenmetropole.

1:45 Uhr: Helikopter nehmen Parlament in Ankara unter Feuer

Laut verschiedenen Medienberichten bombardieren Helikopter das türkische Parlament in Ankara. Auch die türkische Nachrichtenagentur Anadolu bestätigt, dass das Parlament von einer Bombe getroffen wurde.

1:15 Uhr: Regierungssprecher Seibert: "Menschenleben schützen"

1:15 Uhr: Laut Agenturbericht 17 Polizisten bei Luftangriff auf Polizei-Hauptquartier getötet

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, bei einem Luftangriff der Putschisten auf das Hauptquartier der Spezialkräfte der Polizei in Ankara seien 17 Polizisten getötet worden.

1:12 Uhr: Militärjet hat offenbar einen Helikopter der Putschisten abgeschossen

Ein F16-Jet hat nun offenbar einen Helikopter mit Putschisten abgeschossen. In Istanbul waren Schüsse und Explosionen zu hören. Dem Klang nach zu urteilen wurden auch schwere Waffen eingesetzt.

0:38 Uhr: Türkisches Militär schießt offenbar auf Demonstranten

Hat das Militär auf Demonstranten geschossen? Das legen zumindest Bilder des TV-Senders „Euronews“ nahe. Demonstranten aus dem Erdogan-Lager nähern sich auf den Bildern einer vom Militär gesperrten Bosporus-Brücke. Dann sind Schüsse zu hören. Leute ducken sich weg, einzelne zucken zusammen. Ein Euro-News-Kommentator berichtet, dass mehrere Demonstranten von der Polizei getroffen wurden.

Mittlerweile bestätigen auch „AP“ und eine türkische Nachrichtenagentur, türkische Soldaten hätten auf Gegner des Militärputschs geschossen. Es habe Verletzte gegeben. Die Demonstranten hätten versucht, aus Protest gegen den Umsturz die Bosporus-Brücke zu überqueren, hieß es.

0:31 Uhr: Gefechte zwischen Polizei und Militär in Ankara

Die Lage spitzt sich immer weiter zu. Nach Angaben des Senders CNN Türk ist es in der türkischen Hauptstadt Ankara zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Militär gekommen. Die Armee habe die Polizeidirektion beschossen, hieß es. Augenzeugen berichteten von Panzern in den Straßen der Hauptstadt.

0:28 Uhr: Dutzende Putschgegner ziehen in Istanbul auf die Straße

Im Istanbuler Stadtteil Tophane zogen Dutzende Gegner des Putsches auf die Straße. Ein dpa-Reporter berichtete am Samstagmorgen, die Menge habe unter anderem "Gott ist groß" und "Nein zum Putsch" gerufen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte die Türken zuvor zu Demonstrationen für seine Regierung aufgerufen. In anderen Vierteln Istanbuls blieb es dagegen ruhig. Über der Stadt waren aber immer wieder Militärjets zu hören.

0:18 Uhr: Panzer eröffnen vor dem türkischen Parlament Feuer

0:15 Uhr: Hat Erdogan womöglich in Deutschland um Asyl gebeten?

Zunächst einmal: Auch diese Meldung ist nicht bestätigt. Sollte sie aber stimmen, wäre es nahezu unglaublich. Ausgerechnet in Deutschland soll Erdogan um Asyl gebeten haben.

0:05 Uhr: So tauchte Erdogan im Fernsehen auf - auf Smartphone des Moderators

0:03 Uhr: Derweil im deutschen Fernsehen

23:40 Uhr: Laut einem ARD-Reporter ist das türkische Internet zensiert

Es "funktioniere nur noch in Teilen", sagte er.

23:40 Uhr: Medienberichte: Türkischer Präsident auf dem Weg nach Deutschland

Ausgerechnet: Laut Berichten der Sender Euronews und NBC ist Erdogan angeblich auf dem Weg nach Deutschland. Die Sender räumten aber ein, dass dies zunächst nur Gerüchte seien.

23:40 Uhr: Panik auf den Straßen, Schlangen vor Geldautomaten

Laut einem ARD-Reporter gebe es "Panik-Situationen" und "extrem lange Schlangen vor den Geldautomaten" in Istanbul.

23:25 Uhr: Erdogan fordert seine Anhänger dazu auf, auf die Straße zu gehen

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan fordert die Bürger auf, die Häuser zu verlassen und auf die Straßen zu gehen, um ihn zu unterstützen.

Im TV-Sender CNN Turk gab Präsident Erdogan, der sich im Ausland befinden soll, ein erstes Statement per Skype ab. Die Nation müsse zusammenstehen, man werde die Krise so überstehen. Er verurteilte den Aufstand und bezeichnete ihn als von einer "Minderheit" betrieben.

23:25 Uhr: Live-Bilder aus der Türkei auch bei Facebook-Live

Wer sich ein noch genaueres Bild der Lage verschaffen will: Bei Facebook streamen viele Menschen live aus der Türkei. Hier gibts eine Übersicht:

23:21 Uhr: Alle TV-Sender sollen Botschaft der Armee übertragen

23:20 Uhr: US-Außenministerium ruft Amerikaner in der Türkei zu Wachsamkeit auf

US-Bürger in der Türkei sollten Schutz suchen und das Haus nicht verlassen, schrieb das Ministerium am Freitagabend im Kurznachrichtendienst Twitter. Die US-Botschaft in Ankara habe bestätigt, dass Schüsse gefallen seien.

23:20 Uhr: Der staatliche Sender TRT vom Militär übernommen

Eine Moderatorin sagte vor laufender Kamera, es sei ein Befehl des Militärs, dass sie live seien. Das Land werde nun von einem "Friedensrat" geführt. Er werde die Sicherheit der Bevölkerung gewährleisten. Die Lage wird immer unübersichtlicher.

23:15 Uhr: Aus Parlamentskreisen erfuhr die dpa: Erdogan weiterhin an der Macht

Die Meldungen sind widersprüchlich: Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sei seines Amtes trotz des Putschversuches des Militärs nicht enthoben, hieß es in Parlamentskreisen. "Der demokratisch gewählte Präsident der Türkei und die Regierung sind an der Macht", hieß es am Freitagabend aus Kreisen des Präsidialamtes. Fragt sich nur, wie das Militär das interpretiert.

23:15 Uhr: Militär verkündet Kriegsrecht

23:10 Uhr: Explosion in Ankara

In der türkischen Hauptstadt ist es derweil offenbar zu einer Explosion gekommen. Das berichtet unter anderem CNN Turk. Bilder bei Twitter zeigen Rauchsäulen über einem Gebäude.

23:03 Uhr: Erste Warnungen vor einem Bürgerkrieg in der Türkei

Der Grünen-Politiker Özcan Mutlu berichtet bei Twitter, Politiker der Erdogan-Partei AKP riefen in der Türkei Bürger zum Widerstand gegen die Putschisten auf. "Gefährliche Entwicklung! Bürgerkrieg droht", schreibt er.

23:01 Uhr: Soldaten nehmen Generalstabschef als Geisel

Der türkische Generalstabschef soll von einer Gruppe von Soldaten als Geisel genommen worden sein, schreibt die regierungsnahe Nachrichtenagentur Andalou Agency unter Berufung auf "zuverlässige Quellen".

22:59 Uhr: Türkische Armee bringt Flughafen in Istanbul unter Kontrolle

Beim Putsch gegen die Regierung in der Türkei hat das Militär einem Medienbericht zufolge den Flugverkehr am Atatürk-Flughafen in Istanbul gestoppt. Soldaten hätten den Tower am größten Flughafen des Landes am Freitagabend unter ihre Kontrolle gebracht, meldete die private Nachrichtenagentur DHA.

22:45 Uhr: Soldaten auf dem zentralen Taksim-Platz in Istanbul

22:30 Uhr: Armee verkündet Machtübernahme

Die türkische Armee gab bereits bekannt, sie habe die Macht über das Land übernommen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Im TV habe ein Militärsprecher den geglückten Coup verkündet.

Auch in Istanbul stößt die Armee vor. Die Bosporusbrücke und die Fatih Sultan Mehmet-Brücke sind von der Armee gesperrt worden. Panzer fahren durch die Straßen. Der Atatürk Flughafen soll durch Militärs abgeriegelt worden sein, berichten Augenzeugen.

22:11 Uhr: Premierminister Yildirim spricht von Putschversuch

Der Premierminister der Türkei Binali Yildirim erklärte, die Militäreinsätze in Istanbul seien ohne offizielle Anweisungen begonnen worden. Teile des Militärs würden versuchen, die Macht an sich zu reißen.

Türkische Medien vermuten bereits länger, der Erdogan-Gegner Fethullah Gülen versuche das Militär zu untergraben.

21:48 Uhr: Militärjets in Ankara, Brücken in Istanbul gesperrt

Türkische Medien berichten von einer Schießerei in in Ankara, Militärjets flögen tief über der Stadt.

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