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"Liebe Welt, Entschuldigung": So reagieren britische Medien auf das neue Kabinett

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  • Die britische Premierministerin Theresa May hat die ersten Ministerposten neu besetzt
  • Besonders die Ernennung Boris Johnsons zum Außenminister sorgt für eine Kontroverse
  • Ein Blick in die britischen und internationalen Zeitungen

Die neue britische Premierministerin Theresa May hat ihr neues Kabinett vorgestellt. Mit diesem will sie den Austritt Großbritanniens aus der EU vollziehen.

Ihre Wahl dürfte in den kommenden Tagen und Wochen noch für Aufruhr sorgen – besonders wegen der Ernennung Boris Johnsons zum Außenminister.

Zeitung entschuldigt sich für Johnson

Die Reaktionen in den Medien in Großbritannien waren am Tag nach der Ministerernennung gespalten. Der "Daily Mirror“ titelte unter einem bizarren Bild Boris Johnsons: "Liebe Welt, Entschuldigung“. Weiter bezeichnet die Zeitung Johnson als Stümper, der Barack Obama rassistisch beleidigt habe.

johnson

Die "Daily Mail“ dagegen schrieb auf ihrer Titelseite "Boris schlägt zurück“. Theresa May habe ein "mutiges Kabinett“ vorgestellt, auch weil Johnson ursprünglich zu ihren Rivalen gezählt habe.

"Mays Team gegen Brüssel"

Auch der "Daily Express“ sieht in der Nominierung Johnsons als Außenminister und David Davis als Brexit-Beauftragter eine Kampfansage. "Mays Team, um gegen Brüssel zu kämpfen“ titelte die Zeitung unter einem Bild der überzeugten Brexit-Befürworter.

johnson davis

"Wir haben unseren Bojo zurück", triumphierte auch die „Sun“. Johnson sei an der Spitze der Regierung nun eine der wichtigsten Personen in der britischen Politik. Es sehe so aus, als würde der Brexit am Ende tatsächlich Brexit bedeuten.

US-Medien zeigen sich besorgt

Auch international sorgte die Ernennung Johnsons für Aufregung. Die "Washington Post" nannte den nächsten Außenminister "sexistisch“, auch NBC News betonte vergangene Verfehlungen des blonden Vorzeige-Populisten:

"Johnson nannte Obama scheinheilig und pervers – jetzt wird er das Land in internationalen Fragen repräsentieren“.

Die „New York Times“ kommentierte: „Johnsons Aufstieg in eine so prestigeträchtige Position markiert eine entscheidende Schicksalswende in seiner politischen Karriere“.

Die französische Zeitung "Le Figaro" spekulierte, die Entscheidung sei eine strategische Entscheidung Mays, um "Johnsons Einfluss in der Verhandlung mit der EU" zu reduzieren. Johnson sei von "Opportunismus angetrieben".

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(ben)