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AfD-Chef Meuthen spricht erstmals von einem möglichen Rücktritt

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JOERG MEUTHEN
AfD-Chef Meuthen bringt erstmals einen Rückzug aus der Politik ins Spiel | Thomas Lohnes via Getty Images
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  • Der AfD-Co-Vorsitzende Meuthen spricht erstmals von einem möglichen Rücktritt
  • Wenn sich die Partei nicht vom Extremismus distanziere, will er sie verlassen

Erstmals spricht der AfD-Co-Vorsitzende Jörg Meuthen von einem möglichen Rücktritt. Er macht seine politische Zukunft davon abhängig, ob sich seine Partei eindeutig von extremistischen Positionen distanziert.

"Ich werde nicht mein Gesicht für eine Partei hergeben, die in den Extremismus abgleitet", sagte er der "Augsburger Allgemeinen".

"Meine Aufgabe ist, genau das zu verhindern." Meuthen fügte hinzu: "Wenn das misslingt, ist der Zeitpunkt gekommen, um nach Hause zu gehen." Derzeit glaubt er aber, den Kampf gegen die Extremisten in der Partei zu gewinnen.

"Begriff Lügenpresse ist Quatsch"

Meuthen betonte, er trenne Patriotismus streng von Nationalismus. Zugleich distanzierte er sich vom Begriff "Lügenpresse": "Den Begriff Lügenpresse haben Sie von mir noch nie gehört, denn ich halte ihn für Quatsch."

Meuthen ist auch Landtagsabgeordneter in Baden-Württemberg. Der bisherige Fraktionschef hatte mit Mitstreitern die AfD-Fraktion verlassen - wegen eines Streits um Äußerungen eines Kollegen, die als antisemitisch eingestuft wurden.

Die internen Machtkämpfe der AfD schlagen sich weiter in der Wählergunst nieder.

Nach der Spaltung der Fraktion in Baden-Württemberg kommt die Partei in der jüngsten Forsa-Umfrage auf einen Wochenmittelwert von acht Prozent. Das ist ein Punkt weniger als in der Vorwoche und ihr niedrigster Wert in diesem Jahr.

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(ben)