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Tester finden DNA-Gift Ethoxyquin in Lachsfilet von Aldi, Edeka, Rewe und Real

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SALMON FILET
Tester finden DNA-Gift Ethoxyquin in Lachsfilet von Aldi, Edeka, Rewe und Real | AlexRaths via Getty Images
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  • Tester haben in Lachsfilet von Aldi, Edeka, Rewe und Real Chemikalien nachgewiesen
  • Bei Pflanzen ist das Mittel längst verboten, bei Fisch allerdings gibt es keine Einschränkung
  • Es steht in dem Verdacht, den menschlichen Organismus zu schädigen

Ob Sushi oder Wrap – wer Lachs im Supermarkt kauft, hofft auf ein erfreuliches Geschmackserlebnis. Doch was in deutschen Supermärkten wie Aldi, Real, Rewe oder Edeka angeboten wird, ist offensichtlich voller Schadstoffe.

Das ARD-Verbrauchermagazin Plusminus hat verschiedene tiefgefrorene und geräucherte Lachse getestet und darin die Chemikalie Ethoxyquin und ähnliche chemische Verbindungen nachgewiesen.

Das Mittel wird zur Konservierung von Tierfutter eingesetzt; im Bereich Pflanzenschutz ist es bereits verboten. Anders als beim Fleisch gibt es beim Fisch noch keine Höchstwerte.

Gifstoffe verursachten in Tierversuchen DNA-Schäden

Generell darf ein Kilogramm eines tierischen Lebensmittels nicht mehr als 50 Mikrogramm Ethoxyquin enthalten. Giftstoffe in Lebensmitteln können auf Dauer den Konsumenten schaden.

Der Toxikologe Edmund Maser von der Kieler Christian- Albrechts-Universität warnt bei in der Plusminus-Ausgabe vor den Auswirkungen: "Man hat Hinweise, dass Ethoxyquin in Tierversuchen DNA-Schäden verursachen kann." Zudem ließen Studien vermuten, das Ethoxyquin den Leberstoffwechsel verändere.

Ein Großteil aller Lachse auf deutschen Tellern kommt aus Aquakulturen. Um die steigende Nachfrage zu decken, werden unter anderem vor den Küsten Norwegens auf engem Raum unzählige Fische gezüchtet. Häufig werden auch Antibiotika und andere Pestizide eingesetzt, um das Wachstum der Tiere zu fördern und den Ertrag zu steigern.

Ethodoxyquin-Werte in allen getesteten Produkten hoch

Alle Produkten, die das Verbrauchermagazin der ARD testete, lagen preislich zwischen drei bis vier Euro. Überall wurden die Mengen für Ethodoxyquin, die für Fleischprodukte als Höchstmenge erlaubt sind, überschritten.

Nur Bio- und Wildlachsprodukte waren von den Giften nicht betroffen. Die Supermärkte Edeka und Real wollen den Gehalt von Ethoxyquin nun nach Möglichkeit reduzieren.

Vor allem Lachs enthält neben Ethoxyquin häufig noch andere Schadstoffe wie Dioxine und Polychlorierte Biphylene (PCB), einen Weichmacher, der zum Beispiel in Kunststoffen verwendet wird. Nimmt man diese Stoffe über einen längeren Zeitraum hinweg in größeren Mengen auf, können sie womöglich den Organismus schädigen.

NDR kam bereits zu ähnlichen Ergebnissen

Bereits im Juni war das NDR-Magazin "Markt" zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. Getestet wurde damals tiefgefrorener und geräucherter Lachs von Aldi und Rewe sowie mehrere bei Real und Edeka gekaufte Produkte.

Auch hier war der Stoff Ethoxyquinin in allen acht Testproben nachgewiesen worden. Die Testergebnisse der ARD zeigen nun, dass seither nichts unternommen wurde, um die Chemikalie aus den Lachsfilets zu entfernen.

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(lk)