Huffpost Germany

Arte sorgt mit gefakter Stellenausschreibung für Empörung

Veröffentlicht: Aktualisiert:
ARTE LOGO
FREDERICK FLORIN via Getty Images
Drucken

Jedes Jahr im Sommer gibt es auf Arte eine spezielle Themenreihe. Diesen Sommer hat der deutsch-französische Kulturkanal den "Sommer of Scandals" ausgerufen.

Doch was sich die Redaktion der Arte-Sendung "Tracks" im Vorfeld der Reihe leistete, ist ein Skandal für sich: Wie die Webseite "Sleazemag“ berichtete, veröffentlichte die Redaktion im Mai einen Aufruf in den sozialen Netzwerken, worin "verzweifelt" nach Moderatoren gesucht wurde.

Arte wollte die Bewerbungen für einen Beitrag verwenden

Bewerber sollten einen vorgegebenen Text moderieren und sich dabei filmen. Und die ersten Rückmeldungen des Senders auf die Bewerbungen klangen durchaus positiv. Zunächst zumindest.

Das böse Erwachen folgte prompt: Die "Tracks"-Redaktion verkündete, sie hätte nie neue Moderationstalente gesucht. Stattdessen ginge es ihnen nur darum, besonders kreative Videos zu bekommen.

Mit dieser skandalösen Vorgehensweise habe "Tracks" einen eigenen Beitrag zum "Summer of Scandals" liefern wollen. Dies geht aus einer vom "Sleazemag" zitierten Antwortmail auf eine Bewerbung hervor.

Arte entschuldigt sich bei den Bewerbern

Eigentlich wollte der Sender die besten Einsendungen am kommenden Samstag ausstrahlen. Doch daraus wird nun nichts: "Dies war die Idee einer Sendung, die für ihre Originalität bekannt ist und gerne Grenzen überschreitet“, sagte eine Arte-Sprecherin dem Branchendienst "DWDL".

Gleichzeitig entschuldigte sich die Sprecherin bei den getäuschten Bewerbern: "Das, was als Witz gemeint war - ein falsches Stellenangebot auszuschreiben -, hat eine Verärgerung bei den Kandidaten ausgelöst, das uns sehr leid tut“. Nach "DWDL"-Informationen bekannten sich unter den Bewerbern auch nicht näher genannte bekannte Namen.

"Sleazemag" bringt das Ganze ganz gut auf den Punkt: "Nennt es kreativ - wir nennen das eine Scheißaktion."

Auch auf HuffPost:

Diese zweieinhalb Minuten solltet ihr vor eurem nächsten Primark-Einkauf kennen

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.


Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößert sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder aus sozial schwachen Familien haben niemanden, der sich um ihre alltäglichen Sorgen kümmert. Ein Blick auf die Hausaufgaben, Konflikte mit Freunden - oder Gesundheitsprobleme: In dem Münchner Projekt Lichtblick Hasenbergl unterstützen Pädagogen junge Menschen bei all diesen Fragen. Hier erfahrt ihr mehr zu der Initiative.

In Ruanda haben 400.000 Kinder keine Chance auf einen Platz in der Schule; besonders Waisen und Mädchen sind benachteiligt. Das Projekt "Schulen für Afrika" von Unicef ermöglicht tausenden Kindern den Zugang zu Bildung. Hier könnt ihr die Initiative unterstützen.

Ein zuverlässiges Transportmittel kann für Menschen in einem Entwicklungsland alles verändern. World Bicycle Relief stattet Menschen in ländlichen Regionen Afrikas mit Fahrrädern aus und schenkt ihnen damit ein großes Stück Lebensqualität. Hier geht es weiter zu diesem faszinierenden Projekt.

(lk)