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Pokémon Go: 11 Dinge, die ihr über das Spiel wissen müsst

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POKEMON GO
Pokémon Go: 11 Dinge, die ihr über das Smartphone-Spiel wissen müsst | dpa
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  • Pokémon Go verbreitet sich rasant, wird auf Abertausende Smartphones heruntergeladen
  • Nintendo und Niantic Lab haben das Augmented-Reality-Spiel auf den Markt gebracht
  • Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Pokémon Go im Überblick

Es ist wie eine Welle, die über die ganze Welt schwappt, eine Welle, die sich mit der Wucht und der Rasanz eines Tsunamis bewegt.

Die größten Medien weltweit berichten, in den sozialen Netzwerken diskutieren alle darüber, die Polizei beschäftigt sich damit, Menschen haben sich deswegen verletzt. In den USA landete es innerhalb nur eines Tages auf jedem 20. Android-Handy. Innerhalb von sieben Tagen hatten es dort mehr Menschen installiert als die Dating-App Tinder. Derzeit nutzen es mehr Menschen als Twitter:

Pokémon Go.

Alle Texte und Videos zu Pokémon Go findet ihr auf unserer Pokémon-Go-Themenseite.

Was ihr über den Hype wissen müsst:

1. Was ist Pokémon Go?

Pokemón Go ist ein Smartphone-Spiel von Nintendo und dem Entwickler Niantic Labs. Ein Augmented-Reality-Spiel, in dem Spiel und Wirklichkeit verknüpft werden.

Ziel des Spiels ist es, als Trainer viele Pokémon (kleine Monster) zu fangen, zu trainieren und gegeneinander kämpfen zu lassen. Dabei helfen verschiedene Items (Werkzeuge), darunter Bälle zum Abwerfen und Einfangen der Pokémon (Pokébälle oder Pokéballs). An Pokéstops (bestimmten Orten) laufen besonders viele Pokémon herum.

Später im Spiel, ab Level 5, müssen sich die User zu Teams zusammenschließen, um weiterzukommen. Sie verteidigen dann zusammen eine Arena (auch Gym genannt). Es gibt drei Teams: Weisheit (blau) und Wagemut (rot) Intuition (gelb).

Je höher das Spiellevel, desto mächtigere Items bekommen die Spieler, desto mächtigere Pokémon können sie fangen. Es gibt mehr als 100 verschiedene Pokémon, die man in seinem Pokédex (eine Art Sortimentsliste), sammeln kann.

2. Warum gibt es so einen Hype um Pokémon Go?

In den USA wurde Pokémon Go nach einem Tag nach Berechnungen von Experten auf etwa jedes 20. Android-Handy geladen.

Wie immer gibt es wenig rationale Antworten auf Hysterie. Bei Pokémon Go könnte es mit der Verknüpfung der seit Jahren extrem bekannten und beliebten Figuren mit der Realität zu tun haben.

Die Spieler laufen mit ihren Smartphones in ihrer Stadt herum, ihr Standort wird per GPS übertragen und ist auch für andere Spieler sichtbar. Auf dem Touchscreen wird ihnen auf einer Karte angezeigt, wo sie sich befinden.

pokemon go

Um ein Pokémon zu fangen, laufen die Spieler zu ihm und richten ihre Handykamera darauf aus. Besonders erfolgversprechend ist das an Pokéstops, in der Regel markanten Punkten wie Denkmälern.

Das Bild des Monsters wird dort in das reale Bild der Handykamera integriert. Mit einem Pokéball lässt sich das Pokémon abwerfen, also fangen. Außerdem können die Spieler zum Beispiel Pokémon-Eier ausbrüten, indem sie zu Fuß eine bestimmte Distanz zurücklegen.

pokemon go

3. Wo gibt es Pokémon Go?

Seit dem 4. Juli ist es in Australien und Neuseeland auf dem Markt, seit dem 6. Juli in den USA.

4. Wann gibt es Pokémon Go offiziell in Deutschland?

Seit Mittwoch, 13. Juli, ist das Spiel auch in Deutschland auf dem Markt.

Nintendo hatte die Einführung zunächst gestoppt. Weil der Erfolg so unerwartet groß war, dass die Systeme überlastet waren.

In der Branche hat das bereits einiges Gefrotzel gegeben. Amazon-Chef Werner Vogels bot Niantic – einem Ableger von Google - schon mal scherzhaft an, seine Amazon Web Services zur Verfügung zu stellen.

5. Kommen User auf inoffiziellem Weg an Pokémon Go?

Ja. Wer ein iPhone hat, kann einen Apple-Account in den USA nutzen, um Pokémon Go über den amerikanischen Appstore herunterzuladen. Wie das geht, erklären die Experten von HuffPost-Partner Chip hier.

Android-Nutzer können das Spiel als AKP (Android application package) herunterladen. Allerdings ist da große Vorsicht geboten.

6. Warum müsst ihr beim Download von Pokémon Go für Android sehr vorsichtig sein?

Die Sicherheitsfirma Proofpoint warnt vor Pokémon-Go-Downloads abseits der offiziellen App-Stores. In Android-AKPs haben die Experten die Malware DroidJack (SandroRAT) gefunden. Kriminelle könnten so die komplette Kontrolle über das Smartphone erlangen.

7. Welche technischen Voraussetzungen braucht euer Smartphone für Pokémon Go?

Systemvoraussetzungen: Die Spieler brauchen ein Android-Smparthone Version 4.4 oder neuer (aber kein Android N) oder ein iPhone 5+ oder iOS 8+. Außerdem GPS und eine gute Internetverbindung (Wi-Fi, 3G oder 4G).

Sonst noch: Außerdem kann ein Ersatzakku sinnvoll sein, die Anwendung zieht viel Strom.

8. Was kostet Pokémon Go?

Der Download ist kostenlos. Allerdings können die Spieler sich Vorteile im Spiel erkaufen, durch In-App-Käufe.

Wer mag, kann sich ein kleines Gerät, das Pokémon Go Plus, für 39,99 Euro kaufen, das per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden wird. Es vibriert und leuchtet, um den User über Entwicklungen im Spiel zu informieren, wenn der sein Smartphone gerade nicht nutzt.

pokemon go plus

9. Warum beschäftigt sich sogar die Polizei mit Pokémon Go?

In den USA haben Jugendliche offenbar das Spiel benutzt, um User in eine Falle zu locken: Sie sollen Spieler zu einem Pokéstop gelockt, mit einer Waffe bedroht und ausgeraubt haben. Laut"USA Today“ gab es bereits bis zu elf bewaffnete Raubüberfälle.

Außerdem hat eine 19-Jährige in Wyoming an einem Fluss nach einem speziellen Wasser-Pokémon gesucht – und eine Leiche gefunden. Hinweise auf ein Verbrechen soll es in dem Fall aber nicht geben.

Weniger dramatisch, aber bemerkenswert: Sogar über die seriösen Nachrichtenagenturen kursieren jetzt Berichte über Spieler, die vom Pokémon-Fangen so abgelenkt waren, dass sie stürzten und sich blaue Flecken und Schürfwunden zuzogen. Zum Glück erwiesen sich erste Berichte über schwere Autounfälle wegen Pokémon Go aber als Ente.

10. Gibt es Kritk an Pokémon Go

Toll finden viele an dem Spiel, dass sich die Menschen tatsächlich bewegen müssen. Kein Vergleich also mit den alten Computerspielen.

Allerdings bringt die Verknüpfung von Spiel und Realität Probleme: So hatte der Australier Boon Sheridan tagelang Dutzende ungebetene Besucher vor seinem Haus - weil es in dem Spiel ohne sein Wissen als Gym gekennzeichnet wurde.

11. Wer hat Pokémon ursprünglich erfunden?

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Satoshi Tajiri. Foto: Reuters

Die Idee für die Monsterchen stammt von dem Japaner Satoshi Tajiri und der japanischen Spielesoftwarefirma Game Freak. Nintendo brachte es 1996 auf den Markt, bald folgte eine Zeichentrickserie, Kinofilme und ein Sammelkartenspiel.

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Pokémon-Plüschtiere. Foto: dpa

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