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"Jeden Tag ein Prozent weniger": So sackt die AfD in Umfragen ab

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PETRY
Parteichefin Frauke Petry steht in der Kritik - ihre Partei verliert an Zustimmung | Sean Gallup via Getty Images
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  • Die AfD sinkt in Umfragewerten weiter ab
  • Forsa-Chef Manfred Füllner glaubt, die Machtkämpfe würden die Partei für ihre Wäherlschaft unattraktiver machen
  • Profitieren könnten davon die großen Parteien

Die internen Machtkämpfe der AfD schlagen sich weiter in der Wählergunst nieder. Nach der Spaltung der Fraktion in Baden-Württemberg kommt die Partei in der jüngsten Forsa-Umfrage auf einen Wochenmittelwert von acht Prozent.

Das ist ein Punkt weniger als in der Vorwoche und ihr niedrigster Wert in diesem Jahr, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Umfrage im Auftrag des Magazins "Stern" und des Fernsehsenders RTL hervorgeht.

Persönliche Machtkämpfe machen AfD unattraktiver für Wähler

"Am Montag und Dienstag der vergangenen Woche wollten sie noch neun Prozent wählen", sagt Forsa-Chef Manfred Güllner, "am Mittwoch und Donnerstag - nach der Spaltung der baden-württembergischen Landtagsfraktion - lediglich acht und am Freitag nur noch sieben Prozent."

Offenbar würden die persönlichen Machtkämpfe in der AfD die Partei für ihre Wählerschaft unattraktiver machen, erklärte Güllner gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Bereits gestern ergab eine Umfrage des Instituts INSA, dass die AfD in der Wählergunst sinkt. INSA-Chef Hermann Binkert sagte: "Die AfD vertreibt ihre Wähler. Jeder Siebte hat ihr nach den jüngsten innerparteilichen Konflikten den Rücken gekehrt."

61 Prozent glauben, dass die AfD keine Zukunft hat

Viele glauben mittlerweile sogar an ein Scheitern der AfD: Dass die Partei angesichts der Machtkämpfe eine Zukunft hat, bezweifeln 61 Prozent der von Forsa befragten Wahlberechtigten - aber nur 14 Prozent der AfD-Anhänger.

Schuldzuweisungen gegen beide Seiten in der AfD

29 Prozent aller Befragten glauben hingegen nicht, dass die AfD wie andere Parteien am rechten Rand in der Bedeutungslosigkeit versinkt - darunter 81 Prozent der Sympathisanten der AfD. Befragt wurden 2503 repräsentativ ausgesuchte Bürger im Zeitraum vom 4. bis 8. Juli.

Die Schuld sucht die AfD jeweils im anderen Lager: Einige sehen die Schuld beim AfD-Landtagsabgeordneten Wolfgang Gedeon, der mit seinen antisemitischen Äußerungen für ein Skandal sorgte, sowie bei Jörg Meuthen und seiner Spaltung der Fraktion in Baden-Württemberg.

AfD-Vize Gauland gibt dagegen Parteichefin Frauke Petry die Schuld am Chaos in der Partei. Der Co-Vorsitzende Jörg Meuthen, der in Stuttgart jetzt eine neue Fraktion gegründet hat, habe sich dagegen einwandfrei verhalten.

Profitieren könnten CDU/CSU sowie die SPD

Die Krise der AfD nutzt vor allem den großen Parteien: Laut dem "stern-RTL-Wahltrend" gewinnen CDU/CSU die dritte Woche in Folge einen Prozentpunkt hinzu und liegen nun bei 36 Prozent. Die SPD legt im Vergleich zur Vorwoche um 2 Punkte zu auf jetzt 23 Prozent.

Die Grünen büßen hingegen einen Punkt ein auf 12 Prozent, die Linke verliert ebenfalls einen Punkt und hat nun 9 Prozent. Die FDP verharrt bei 6 Prozent.

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