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Schiedsgericht: China hat keine Hoheitsansprüche im Südchinesischen Meer

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Schiedsgericht: China hat keine Hoheitsansprüche im Südchinesischen Meer | STRINGER Vietnam / Reuters
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  • Das internationale Schiedsgericht hat China seine Hoheitsansprüche im Südchinesischen Meer abgesprochen
  • China erklärte bereits im Vorfeld, die Entscheidung nicht zu akzeptieren

China hat keine Hoheitsansprüche auf Inseln im Südchinesischen Meer. Das entschied das internationale Schiedsgericht in Den Haag am Dienstag. Die Region gilt als einer der größten Krisenherde der Welt, der Streit um die Territorialansprüche drohte in junger Vergangenheit bereits häufig zu eskalieren. China gab bereits bekannt, das Schiedsgerichts-Verfahren nicht anerkennen zu wollen.

Neben China melden zahlreiche weitere asiatische Mächte Anspruch auf bestimmte Regionen im südchinesischen Meer an. Auch die USA stellen sich China entschieden entgegen. Sie pochen darauf, dass das Meer als internationales Gewässer zu sehen sei, wollen hier ihre Handelsinteressen durchsetzen.

China beansprucht 80 Prozent des 3,5 Millionen Quadratmeter großen Gebietes. Die Inseln und Riffe liegen teils
mehr als 800 Kilometer von China, aber nur etwa 220 Kilometer von den Philippinen entfernt. Im Norden geht es um die Paracel genannten 130 Korallen-Inseln, die auch Vietnam beansprucht.

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Südlich liegen die Spratlys genannten 200 Korallenriffe und Sandbänke, die ganz oder teilweise von Vietnam, Taiwan, den Philippinen, Malaysia und Brunei beansprucht werden. Einige von ihnen haben Inseln ausgebaut, doch hat besonders China massiv Land gewonnen und Militäranlagen errichtet.

Der Schiedshof entschied nicht darüber, wem die Riffe und Atolle gehören. Es ging darum, ob von den Formationen überhaupt ein Hoheitsanspruch ausgehen kann, weil sie als Inseln anerkannt werden können. Manila bestreitet dies.

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