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Polizist über linke Krawalle in Berlin: "Wir wollen keinen Krieg, den wir nicht gewinnen können"

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BERLIN POLICE
Polizist über linke Krawalle in Berlin: "Wir wollen keinen Krieg, den wir nicht gewinnen können" | Fabrizio Bensch / Reuters
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  • 123 Polizisten wurden am Wochenende bei linksradikalen Ausschreitungen in Berlin verletzt
  • Ein Polizist äußerte sich nun zu den Ausmaßen der Gewalt in der umkämpften Rigaer Straße

Bei Krawallen von Linksradikalen wurden am Wochenende in Berlin über 100 Polizisten verletzt. Stein des Anstoßes war die Rigaer Straße im Stadtteil Friedrichshain, in der Linksautonome ein Haus besetzt haben und sich mit Gewalt gegen die Polizeipräsenz wehren.

Ein Polizist, der regelmäßig in der umkämpften Rigaer Straße eingesetzt wird, hat nun bei "Focus Online“ über die heikle Situation gesprochen.

Linke wollen Millionenschaden anrichten


Der Polizist berichtet: "Wenn wir in die Straße fahren, machen wir unsere Dachluken zu, denn es könnten jederzeit Molotowcocktails von oben fliegen.“ Die linke Szene habe angekündigt, mit jedem Polizeibesuch eine Million Euro Schaden verursachen zu wollen. Deshalb sei nachts ständig mindestens eine Polizeihundertschaft vor Ort, momentan seien es sogar mindestens drei.

Polizist: "Wir haben keine Angst, in die Rigaer Straße zu gehen"

Trotz Angriffen mit brennenden Materialien, Farbe, Buttersäure, mit Benzin gefüllten Ballons und Körperflüssigkeiten, von denen der Beamte berichtet, sei die Rigaer Straße keine "No Go-Area“.

Er erklärt: "Wir haben auch keine Angst, in die Rigaer Straße zu gehen, aber wir machen es mit dem nötigen Respekt.“ Die Polizei wolle keinen "Krieg anfangen, den wir nicht gewinnen können.“

Polizei fürchtet Vergeltungsaktionen

Sollte das besetzte Haus tatsächlich geräumt werden, seien die Beamten gut vorbereitet. Der Polizist vergleicht das, was dann passieren könnte, mit der Slapstick-Komödie "Kevin Allein zu Haus“.

"Hinter jeder Klingel könnte ein Stromschlag auf uns warten, es gibt Falltüren, angesägte Treppenhäuser, Badewannen unter Strom. Danach kommen die Vergeltungsaktionen, zum Beispiel das Lösen von Radmuttern an privaten Autos der Polizisten.“

Linke Gewalt wird zunehmend zum Problem

Die Rigaer Straße ist derzeit das Epizentrum des linksextremen Aufstands in Deutschland. Doch auch in anderen Teilen des Landes kommt es immer wieder zu schweren Ausschreitungen.

1.608 linksextreme Gewalttaten wurden im vergangenen Jahr gezählt. Das sind fast zwei Drittel mehr als 2014 (995). Besonders gegen eine Gruppe richtet sich die Aggression zunehmend: Polizeibeamte.

Nach dem Schock-Wochenende haben linksradikale Gruppen im Internet bereits neue gewaltsame Demonstrationen angekündigt.

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