Huffpost Germany

Krawalle nicht nur Berlin: In ganz Deutschland brennen Autos

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken
  • Nicht nur in Berlin gab es in den letzten Tagen und Wochen linksradikale Randale und brennende Autos
  • Auch an anderen Orten Deutschlands brannten Fahrzeuge
  • Mehr zu den Vorfällen erfahrt ihr auch im Video

Verletzte Polizisten, brennende Autos – das sind Nachrichten, die in den letzten Tagen und Wochen vor allem aus Berlin zu hören waren. Radikale Linksautonome haben allerdings nicht nur in der Hauptstadt zugeschlagen. Die Tatorte sind über ganz Deutschland verteilt.

Tübingen, Frankfurt, Leipzig, Dresden, das sind nur ein paar der Orte, an denen Linksradikale in diesem Jahr Autos abfackelten. Wie die Welt berichtet, wurden auch in Güstrow, Neuss und sogar in abgelegenen Ortschaften wie Brüggen bei Viersen Autos angezündet, wobei die Motive in manchen Fällen noch unklar sind.

Großeinsatz löste eine Welle von Brandanschlägen aus

"Wir sind scheiße wütend, lasst es richtig knallen, schafft viele Gefahrengebiete, stürzt Berlin ins Chaos!“ – Mit diesem Aufruf wurde auf dem linksradikalen Internetprotal "Indymedia“ am 22. Juni nach einem Großeinsatz der Polizei gegen die linksautonome Szene in der Rigaerstraße 94 zu Randalen aufgerufen.

Der Aufruf verbreitete sich offenbar weit über die Grenzen Berlins hinaus.

In Tübingen wurden daraufhin zwei Autos in Flammen gesetzt. Wie der SWR berichtet, hatten die Brandstifter am Tatort die Zeichen „R 94“ mit einem Herz hinterlassen: Ein Verweis auf die Rigaerstraße 94.

Auch im Internet hatten sich Linksautonome zu den Anschlägen bekannt.

In Dresden kam es Ende Juni zu ähnlichen Bildern: Zwei Autos brannten, eines davon war der Dienstwagen eines Mitarbeiters der Firma Thyssen Krupp. Ein Bekennerschreiben trug den Titel "Thyssen Krupps Lagerfeuer“ und bezeichnete das Unternehmen als "Deutschlands größtes Rüstungsunternehmen“.

Weiter heißt es in dem Schreiben, das ebenfalls auf der linksradikalen Plattform "Indymedia“ veröffentlicht wurde: "Wir hoffen, dass die Rauchsäule bis Berlin zu sehen war und beteiligen uns an der angekündigten 1 Million Sachschaden für die Angriffe auf unsere Räume.“

Wie die Sächsische Zeitung berichtet
, wurden in diesem Jahr bereits 18 Autos in Dresden in Brand gesetzt, schon eins mehr als im gesamten Jahr 2015. So wurden im Januar beispielsweise mehrere Wagen am Rande einer Pegida-Demo angezündet.

In Leipzig wurden nach dem Polizeieinsatz in der Rigaerstraße 94 acht Autos in Brand gesetzt, darunter vor allem Firmenwagen von Immobilienunternehmen, die nach einem Bericht der Leipziger Volkszeitung einen Neubau in der Rigaer Straße plant.

Politisch Motivierte Brandanschläge sind deutlich gestiegen

Natürlich steckt nicht hinter jedem brennenden Auto ein politisches Motiv. Dennoch scheint derzeit eine neue Welle der linksradikalen Gewalt durch Deutschland zu schwappen.

Wie die Polizei erklärt, wurden in diesem Jahr allein in Berlin 87 Fahrzeuge aus politischen Motiven in Brand gesetzt. Das sind bereits deutlich mehr als im gesamten Jahr 2015. Hier wurden in Berlin 45 Fahrzeuge aus politischen Motiven angezündet.

Nach Angaben der Polizeilichen Kriminalstatistik 2015 lag die Aufklärungsquote von Brandstiftung im Allgemeinen in den vergangenen Jahren bei knapp 50 Prozent.

Auch auf HuffPost:

Ein junger Muslim rechnet mit Sachsen ab

(lp)