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Ex-Notenbankchef: Der Finanzsektor steht nach dem Brexit vor einer Katastrophe

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FRANKFURT CRISIS
Ex-Notenbankchef: Der Finanzsektor steht nach dem Brexit vor einer Katastrophe | Ralph Orlowski / Reuters
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  • Ex-Notenbankchef Hildebrand hält Europas Bankenkrise für hochgefährlich
  • Nach dem Brexit könne es zu einer "zweiten Welle" der Finanzkrise kommen
  • Deutschland könne von einem möglichen EU-Austritt Großbritanniens jedoch auch profitieren

Nach dem Brexit warnt der Ex-Notenbankchef Philipp Hildebrand vor einer "Katastrophe“ für den europäischen Finanzsektor. In der "Süddeutschen Zeitung“ sprach Hildebrand von einer "zweiten Welle – neun Jahre nach der Finanzkrise“.

Europa habe es verpasst, das Bankensystem zu sanieren. Man habe das Problem stattdessen "unter den Teppich gekehrt“.

Italien wendet Schlimmeres ab

Eine neue Bankenkrise würde den Steuerzahler noch viel mehr kosten, warnte Hildebrand. Daher begrüße er es, dass Italien seinen Geldinstituten nun mit Steuergeld helfen will, um Schlimmeres abzuwenden.

Der ehemalige Schweizer Zentralbankchef erklärte: "Ich bin fest davon überzeugt, dass Italien nun seine Banken rekapitalisieren muss."

Brexit könnte Deutschland gefährlich stärken

Für Deutschland könne sich der Brexit jedoch auch positiv auswirken. "Vielleicht gibt es in Frankfurt in zehn Jahren drei Mal so viele Wolkenkratzer“, sagte Hildebrand in Anspielung auf eine mögliche Abwanderung von Investoren und Banken aus London.

Die Stärkung des Wirtschaftsstandort Deutschland berge jedoch vor allem aus geopolitischer Sicht Probleme. "Wenn nur Deutschland vom Brexit profitiert und sich das Machtverhältnis zwischen Deutschland und dem Rest Europas weiter verschöbe, dann wäre das nicht gut für Europa“, sagte der Finanz-Experte.

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(lk)