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Gemeiner Koch: "Ich liebe es, Veganern Tierprodukte unterzujubeln"

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Ein übler Scherz kostete einen britischen Küchenchef seinen Job (Symbolbild). | Hero Images via Getty Images
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Ein Küchenchef eines Hotels in Großbritannien hat durch einen Post auf Instagram einen regelrechten Shitstorm in Netz entflammt. Der Koch schrieb, er würde veganen Gästen in seinem Hotel heimlich Tierprodukte ins Essen mischen.

Alex Lambert war Küchenchef im Littleover Lodge Hotel in Derby, einem 3-Sterne-Hotel in England. Ein Gast des hoteleigenen Restaurants störte sich daran, dass dort Fleisch angeboten wird. Das berichtet unter anderem die britische Tageszeitung "The Telegraph".

"Woran erkennt man einen Veganer"

Um seinen Ärger über den "fleischfeindlichen" Gast Luft zu machen, postete Lambert auf Instagram einen Beitrag, der ihm zum Verhängnis werden sollte: "Woran erkennt man einen Veganer? Keine Sorge, er wird es dir erzählen“, schrieb er.

Als sich eine hitzige Diskussion zwischen dem Koch und einigen Veganern entwickelte, legte Lambert noch einen drauf: "Meine persönliche Spezialität ist es, Veganern heimlich tierische Produkte unter ihr Essen zu mischen.“

Dieser Kommentar - ob ernstgemeint oder nicht sei einmal dahingestellt - brachte das Fass zum überlaufen: Aktivisten beschuldigten ihn, gegen die Menschenrechte zu verstoßen. All seine Versuche, die Aussagen zu revidieren, scheiterten.

"Nie wurden Veganern tierische Produkte untergejubelt"

Als die empörten Tierschutzaktivisten Lamberts Arbeitgeber ins Visier nahmen und zu einem Boykott des Hotels aufriefen, erklärte das Management des Hotels, die Aussagen des Kochs entsprächen nicht der Wahrheit.

"Nie wurden Veganern tierische Produkte untergejubelt", hieß es in einer Erklärung auf Facebook. Da sich der Shitstorm dennoch nicht beruhigen ließ, zog das Littleover Lodge Hotel die Reißleine: Lambert wurde fristlos entlassen.

"Ich habe nichts gegen Veganer"

Der reumütige Koch erklärte, er habe mit seiner Aussage nur provozieren wollen: "Ich habe die Beherrschung verloren und etwas Dummes gesagt", zitiert ihn der "Telegraph".

Auch bekräftigte er, niemals einem Veganer heimlich Tierprodukte serviert zu haben. "Ich habe nichts gegen sie", betonte er. Einen neuen Job wird sich der 30-Jährige trotzdem suchen müssen.

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(lk)