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Tödlicher Stierkampf in Spanien: Erstmals in diesem Jahrhundert stirbt wieder ein Torero

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  • Erstmals in diesem Jahrhundert ist ein Torero von einem Stier getötet worden
  • Der 29-Jährige starb am Samstag in Teruel im Osten Spaniens
  • Die nicht ganz harmlosen Aufnahmen aus der Arena seht ihr im Video oben

In Spanien ist erstmals in diesem Jahrhundert ein Torero in der Arena von einem Stier getötet worden. Der 29-jährige Víctor Barrio wurde am Samstag in Teruel im Osten des Landes vom Horn eines Stiers im Brustbereich getroffen.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Efe berichtete, durchstach der Kampfstier dabei das Herz des Toreros.

Der Stierkämpfer sei praktisch leblos in die Krankenstation der Arena gebracht worden. Wiederbelebungsversuche blieben ohne Erfolg.

Erster Todesfall seit 1985

Barrio galt als großes Talent. Sein Stierkampf-Debüt gab er 2008, seitdem trat er in Arenen im ganzen Land auf.

Zuletzt waren in den Jahren 1984 und 1985 zwei Toreros in spanischen Arenen von Kampfstieren getötet worden. Im Jahr 1992 kamen zwei Banderilleros (Gehilfen von Toreros) bei Stierkämpfen in Spanien zu Tode.

Stierkampf hat in Spanien eine lange Tradition, ist in den vergangenen Jahren jedoch zunehmend in die Kritik von Tierschützern geraten. Die Region Katalonien hatte den Stierkampf im Jahr 2010 verboten, mehrere Städte verboten Stierfestivals.