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Stier Lorenzo wird für seinen Sieg über den Torero getötet - und seine Mama gleich mit

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Zum ersten Mal seit 1985 ist ein Torero von einem Stier getötet worden (Aufnahmen im Video oben). Es ist eine Tragödie - doch kaum einer scheint den Tod des 29-Jährigen zu betrauern.

Im Gegenteil: Die meisten Menschen machen sich vor allem Sorgen um das Schicksal von Stier Lorenzo und seinen vielen Artgenossen, die Jahr für Jahr in den spanischen Arenen brutal abgeschlachtet werden.

Von Fairness kann bei dem traditionellen spanischen Stierkampf auch wirklich nicht gesprochen werden. Denn egal, wie der Kampf ausgeht - am Ende wird der Stier geschlachtet.

Lorenzos Mutter muss ebenfalls sterben

Und so war auch Lorenzos Schicksal besiegelt, lange bevor er Barrio mit einem Stoß in den Brustbereich tötete.

Doch damit nicht genug: Weil die Tradition es so vorschreibt, soll nicht nur Lorenzo, sondern auch seine Mutter getötet werden. Das berichtet die spanische Zeitung "El Pais".

Indem beide Tiere geschlachtet werden, soll die Linie des siegreichen Stieres ausgelöscht werden. Die Nachricht sorgt - verständlicher Weise - für noch mehr Empörung in den Kommentarspalten der sozialen Netzwerke.

Die Menschen sind vor allem wütend, weil es nicht die Tiere sind, die zum töten in die Arena kommen, sondern die Menschen. Viele halten es für fair, dass diesmal ein Stier gewonnen hat.

Stiere werden vor dem Kampf verletzt

Über 40.000 Stiere werden allein in spanischen Arenen jedes Jahr brutal getötet. Tierschutzorganisationen auf der ganzen Welt verurteilen die grausame Praktik.

Bevor die Stiere in die Arena gejagt werden, fügt man ihnen Verletzungen an Rücken und Schultern zu, um sie zu schwächen. Einige werden mit Medikamenten betäubt, anderen wird Vaseline in die Augen gerieben, um ihnen die Orientierung zu nehmen.

Wer sich für die Abschaffung von Stierkämpfen engagieren möchte, kann beispielsweise die Peta-Kampagne unterstützen.

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