WIRTSCHAFT
11/07/2016 05:49 CEST | Aktualisiert 11/07/2016 07:53 CEST

Immer weniger Deutsche beziehen dauerhaft Hartz IV

Thomas Barwick via Getty Images
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  • Die Zahl der Dauer-Bezieher von Hartz-IV ist 2015 auf Rekord-Tiefstand gesunken

  • Am höchsten ist der Anteil der Dauer-Empfänger in Sachsen-Anhalt

Immer weniger Deutsche beziehen dauerhaft Hartz IV. Das berichtet die "Bild“ unter Berufung auf Daten der Bundesagentur für Arbeit.

Demnach hätten 2015 insgesamt 2.572.134 Personen bereits länger als vier Jahre Hartz IV bezogen, fast acht Prozent weniger als im Vorjahr.

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Es ist der niedrigste Stand seit Einführung von Hartz IV. Die wenigsten Dauer-Hartz-Empfänger gibt es in Baden-Württemberg (37,7 Prozent), die meisten in Sachsen-Anhalt, wo 54,5 Prozent aller Bedürftigen schon länger als vier Jahre auf Leistungen der Jobcenter angewiesen sind. In Berlin und Brandenburg sind es jeweils 53,4 Prozent.

Besonders viele Dauer-Empfänger unter Älteren

Selbst unter den 1,2 Millionen Hartz-Empfängern mit Bruttoerwerbseinkommen, den sogenannten Aufstockern, ist jeder Zweite (48,7 Prozent) schon länger als vier Jahre auf Hartz IV angewiesen.

Besonders hoch ist der Anteil der Dauer-Hartz-Bezieher zudem bei den Älteren: 66,3 Prozent der Hartz-Bezieher über 55 leben seit mehr als vier Jahren von den Leistungen.

Regierung verabschiedete gerade Harzt-IV-Reform

Am Freitag hat der Bundesrat eine entschärfte Hartz-IV-Reform verabschiedet. Empfänger der Leistungen sollen hierdurch schneller und einfacher Klarheit über ihre Ansprüche erhalten.

Das neue Gesetz soll die teils sehr komplexen Verfahrensvorschriften und Abläufe für die Mitarbeiter in den Jobcentern vereinfachen. Dies betrifft unter anderem die Verknüpfung mit Regelungen zur Anrechnung von Einkommen und Vermögen. Hartz-IV-Leistungen sollen in der Regel für zwölf Monate statt nur für sechs Monate bewilligt werden.

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(lk)

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