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Selbst fahrende Autos: Karlsruhe wird zum Versuchslabor für die Mobilität von morgen

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KARLSRUHE
In Karlsruhe sollen bald Autos testweise autonom fahren. | Hiroshi Higuchi via Getty Images
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  • Autonome oder zumindest besser vernetzte Autos können helfen, die Umwelt zu schonen und Menschenleben zu retten
  • Auch Deutschland will nun verstärkt in dem Bereich forschen
  • Karlsruhe wird zum Versuchslabor für die Mobilität von morgen

Selbst fahrende Autos sind eines der wichtigsten Forschungsprojekte der Menschheit. Alleine in Europa sterben jedes Jahr zehntausende Menschen im Straßenverkehr. Auch könnten miteinander vernetzte Autos die Umwelt schonen.

Zuletzt musste US-Hersteller Tesla schwere Rückschläge bei der Entwicklung eines autonom fahrenden Autos hinnehmen. Bei einem Unfall mit einem selbstfahrenden Tesla starb sogar ein Mensch.

Doch aus Deutschland gibt es nun gute Nachrichten: Einem Bericht der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) zufolge soll in Karlsruhe schon bald ein Testort für autonome Fahrzeuge entstehen. Andere deutsche Städte sollen laut der Zeitung folgen.

"Die Mobilität von morgen erreicht die Stadt", jubelte die "FAZ" deshalb. Karlsruhe werde so "in den nächsten Monaten zu einem für Deutschland einzigartigen Versuchslabor für die Mobilität von morgen".

Millionen Euro staatlicher Förderung

Innerhalb des nächsten Jahres werden laut "FAZ" im Osten und Süden Stadt Ampeln und Hinweisschilder mit Sensoren und Netzwerktechnik ausgestattet. Diese sollen nicht größer sein als ein handelsüblicher WLAN-Router.

Mit Kameras und Radarsystemen ausgerüstete Spezialfahrzeuge sollen dem Bericht zufolge schon bald durch die Straßen rollen, um ein möglichst genaues Kartenmaterial des Gebietes zu erstellen.

Ab Ende 2017 sollen dann vernetzte Testfahrzeuge durch Karlsruhe fahren, um, wie die "FAZ" schreibt, "zu erforschen, ob und vor allem wie das vernetzte und automatisierte Fahren in einer Stadt funktioniert".

Die Entscheidung für das Projekt hat der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) am vergangenen Donnerstag getroffen hat. Hermann hatte einem Konsortium der Städte Karlsruhe und Bruchsal sowie dort sitzender Forschungseinrichtungen den Zuschlag gegeben, das landeseigene "Testfeld zum vernetzten und automatisierten Fahren“ aufzubauen.

Auch bundesnahe Forschungseinrichtungen beteiligen sich an dem fast sieben Millionen Euro teuren Projekt. "Das automatisierte und vernetzte Fahren wird Verkehrsflüsse verbessern, die Entstehung kritischer Situationen reduzieren, Fahrer und Umwelt entlasten und neue Arbeitsplätze schaffen“, heißt es dazu beim CSU-regierten Bundesverkehrsministerium.

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(lk)