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Aktion gegen Gaffer: Was Polizisten auf der A60 machen, begeistert das Netz

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Es war genau 14:47 Uhr am Freitagnachmittag, als ein LKW-Fahrer auf der A60 bei Ginsheim-Gustavsburg auf einen stehenden Sattelzug prallte.

Die Wucht des Zusammenstoßes klemmte den Fahrer in seinem Führerhaus ein. Der Mann starb wenig später. Zwei weitere Fahrer wurden bei dem Unglück leicht verletzt. Zwei Fahrzeuge fingen Feuer und brannten vollständig aus.

Noch bevor die Polizei den Unfallort erreichen konnte, hatten sich etwa 50 Menschen um die Unfallstelle herum eingefunden, wie der "Merkurist" berichtet.

Doch sie waren nicht gekommen, um den Verunglückten zu helfen. Sie wollten Fotos und Videos von den zerstörten, brennenden Fahrzeugen machen. Dass nur wenige Minuten zuvor ein Mensch sein Leben an diesem Ort verloren hatte, schien sie nicht weiter zu stören.

Gaffer werden bestraft

Wenig später entdeckten Polizei und Rettungskräfte weitere Gaffer im Gegenverkehr, die mit ihren Handys in der Hand die Unfallstelle passierten.

Das war der Polizei dann doch zu viel. Diesmal werden sie nicht ungestraft davonkommen.

Die Polizei filmte einige der Schaulustigen im Gegenverkehr, die eindeutig zu langsam und mit Handy in der Hand vorbeifuhren. Sie werden mit einer Geldbuße bestraft.

Die Facebook-Seite Wiesbaden112 veröffentlichte ein Foto, das die Aktion der Polizei auf der A60 zeigt. "Schlechte Karten für Gaffer heute auf der A60", heißt es zu dem Foto - und die Netzgemeinde ist begeistert.



Obwohl Wiesbaden 112 (die von der Feuerwehr betrieben wird) nur knapp über 37.000 Fans hat, wurde der Post mehr als 44.000 Mal geliked und über 7.000 Mal geteilt. Viele User sind offenbar der Ansicht, dass Gaffer härter bestraft werden müssen.

Immer wieder behindern Gaffer die Arbeit der Polizei

Erst vor wenigen Wochen hatte der Fall eines schwerverletzten Mädchens für Schlagzeilen gesorgt, weil Hunderte Gaffer die Polizei bei der Rettung des Kindes behinderten.

Damals hatte die Polizei Nordrhein-Westfalen ihrem Ärger auf Facebook Luft gemacht: "Ihr solltet Euch was schämen, dass mehrere hundert von Euch mit dem Smartphone in der Hand die Rettungsarbeiten massiv behindert haben", schrieben die Beamten und 61.000 Menschen klickten auf "Gefällt mir".

Bisher kann die Polizei Gaffer, die aus ihren Autos heraus fotografieren, aber nur wegen der Benutzung eines Handys am Steuer belangen.

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Hunderte Gaffer behindern Rettung eines schwerverletzten Mädchens

Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößert sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder aus sozial schwachen Familien haben niemanden, der sich um ihre alltäglichen Sorgen kümmert. Ein Blick auf die Hausaufgaben, Konflikte mit Freunden - oder Gesundheitsprobleme: In dem Münchner Projekt Lichtblick Hasenbergl unterstützen Pädagogen junge Menschen bei all diesen Fragen. Hier erfahrt ihr mehr zu der Initiative.

In Ruanda haben 400.000 Kinder keine Chance auf einen Platz in der Schule; besonders Waisen und Mädchen sind benachteiligt. Das Projekt "Schulen für Afrika" von Unicef ermöglicht tausenden Kindern den Zugang zu Bildung. Hier könnt ihr die Initiative unterstützen.

Ein zuverlässiges Transportmittel kann für Menschen in einem Entwicklungsland alles verändern. World Bicycle Relief stattet Menschen in ländlichen Regionen Afrikas mit Fahrrädern aus und schenkt ihnen damit ein großes Stück Lebensqualität. Hier geht es weiter zu diesem faszinierenden Projekt.

(ben)