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Top-Ökonom Sinn warnt: Nach dem Brexit kommt der Fixit

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HANSWERNER SINN
(GERMANY OUT) Sinn, Hans-Werner, Germany - President ifo institute, May 21, 2015. (Photo by Albert Foss/ullstein bild via Getty Images) | ullstein bild via Getty Images
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  • Hans-Werner Sinn hält einen Austritt Finnlands aus der Eurozone für wahrscheinlich
  • Grund dafür sei die Wirtschaftskrise im Norden

Der Brexit-Schock steckt Europa noch in den Knochen . Doch schon jetzt warnen Experten vor einem neuen Beben. Denn auch der Europäischen Währungsunion drohen in den kommenden Jahren Abspaltungen. Besonders ein Land denkt intensiv über einen Euro-Exit nach.

Der Top-Ökonom Hans-Werner-Sinn, langjähriger Chef des ifo-Instituts, hält mittelfristig einen Austritt Finnlands aus der Europäischen Währungsunion für denkbar. Grund sei die tiefe Wirtschaftskrise im Norden.

Finnen sind skeptisch gegenüber dem Euro

"Viele Menschen in Finnland fragen sich, warum ihr Land in der Euro-Zone verbleiben soll, wenn seine Wirtschaft durch eine Rückkehr zu einer nationalen Währung und einer Abwertung rasch wieder auf die Beine kommen könnte“, schreibt Sinn in einem Gastbeitrag für die "WirtschaftsWoche“.

In der schweren Krise 1991 bis 1993 hatte Finnland seine damalige Währung Markka um 30 Prozent gegenüber der D-Mark abgewertet und sich so aus der Krise befreit.

Fiinland könnte "relativ verlustfrei aussteigen"

Aktuell versuchen die Finnen, ihre Wettbewerbsfähigkeit durch eine reale Abwertung im Euro-Raum zu erhöhen. Die Tarifpartner haben ein Lohnmoratorium vereinbart.

"Doch kann eine solche Maßnahme erst im Laufe vieler Jahre Linderung bringen, wie das lange Siechtum der südeuropäischen Länder gezeigt hat. Es könnte sein, dass Finnland nicht so lange wartet“, schreibt Sinn.

"Ein Verzicht auf die Euro-Druckerpresse wäre für das Land weniger schmerzlich als für Griechenland, Italien oder Spanien, weil sich Finnland dieser Presse nicht überproportional bedient.“ Das Land hätte „die Chance, relativ verlustfrei aus dem Euro auszusteigen“.

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Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößert sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder aus sozial schwachen Familien haben niemanden, der sich um ihre alltäglichen Sorgen kümmert. Ein Blick auf die Hausaufgaben, Konflikte mit Freunden - oder Gesundheitsprobleme: In dem Münchner Projekt Lichtblick Hasenbergl unterstützen Pädagogen junge Menschen bei all diesen Fragen. Hier erfahrt ihr mehr zu der Initiative.

In Ruanda haben 400.000 Kinder keine Chance auf einen Platz in der Schule; besonders Waisen und Mädchen sind benachteiligt. Das Projekt "Schulen für Afrika" von Unicef ermöglicht tausenden Kindern den Zugang zu Bildung. Hier könnt ihr die Initiative unterstützen.

Ein zuverlässiges Transportmittel kann für Menschen in einem Entwicklungsland alles verändern. World Bicycle Relief stattet Menschen in ländlichen Regionen Afrikas mit Fahrrädern aus und schenkt ihnen damit ein großes Stück Lebensqualität. Hier geht es weiter zu diesem faszinierenden Projekt.