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Täter wollte weiße Töten: Die wichtigsten Erkenntnisse zur Horror-Nacht von Dallas

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DALLAS
"Unser schlimmster Albtraum ist wahr geworden": Das müsst ihr über die Bluttat von Dallas wissen | dpa / Getty
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Es sollte eine friedliche Demonstration gegen Polizeigewalt werden. Doch die Kundgebung im texanischen Dallas endete in einer Tragödie.

Weitere Informationen über Tathergang und Tathintergründe gab die Polizei in einer Pressekonferenz bekannt. Auch Barack Obama zeigte sich erschüttert und versprach, alle Beteiligten würden zur Rechenschaft gezogen werden.

Das sind die 5 wichtigsten Antworten zum Stand der Ermittlungen:

1. Wie viele Opfer gibt es?

Die ersten Schüsse sind um 20:45 Uhr am Donnerstagabend gefallen. Wie die Polizei in Dallas mitteilte, sind fünf Polizisten durch Heckenschützen ums Leben gekommen.

Einer von ihnen arbeitete für das Nahverkehrsunternehmen DART, wie das Unternehmen mitteilte. Sieben Beamten und zwei Zivilisten wurden verletzt.

2. Warum gab es Dallas eine Demonstration?

Anlass für den Protestmarsch war der Tod von zwei Schwarzen, die in anderen US-Städten durch Polizeischüsse ums Leben gekommen waren.

Innerhalb von nur 48 Stunden waren in den US-Bundesstaaten Minnesota und Louisiana zwei Afroamerikanern von weißen Ordnungshütern erschossen worden.

Die Demonstration in der Millionenmetropole soll ausgesprochen friedlich gewesen sein. Augenzeugen berichten, dass die Schüsse erst fielen, als die Kundgebung der Anti-Rassismus-Bewegung "Black Live Matters" zu Ende ging.

Beamte und Protestierer posierten gar gemeinsam für Fotos:

3. Was ist bisher über die Täter bekannt?

Recht schnell wurde bekannt, dass es sich um mehr als einen Täter handelte. Mittlerweile geht die Polizei von vier Schützen aus, die mit Scharfschützegewehren bewaffnet waren. "Die Schützen wollten so viele Gesetzeshüter wie möglich verletzen oder töten," erklärte David Brown, der Polizeichef von Dallas.

Ein Verdächtiger habe sich in einem mehrstöckigen Parkhaus verschanzt, es kam zu Verhandlungen mit der Polizei. Der Mann habe damit gedroht, weitere Polizisten zu töten. Zudem habe er angegeben, dass Bomben im Parkhaus und in der Stadt versteckt seien.

Der Mann wurde durch die Polizei getötet. Ein Roboter sei mit einem Sprengsatz bestückt worden und in die Nähe des Mannes gebracht worden. Durch die Detonation des Sprengsatzes kam der Täter ums Leben.

Drei weitere Verdächtige, darunter eine Frau, wurden unweit des Parkhauses festgenommen. Die Polizei geht davon aus, dass die Festgenommenen zusammengearbeitet haben.

Die "LA Times" berichtet, bei einem der Verdächtigen handle es sich um Micah Johnson, einen 25-Jährigen ohne kriminelle Vorgeschichte.

4. Was war das Motiv der Täter?

Polizeichef Brown erklärte in einer Pressekonferenz, der von Einsatzkräften in einem Parkhaus gestellte Schütze soll erklärt haben, er habe Weiße töten wollen: „Er sagte, er sei verärgert über Weiße. Besonders weiße Polizeibeamte wollte er töten“, so Brown.

Unter Teilnehmern des Protestmarsches machte das Gerücht die Runde, dass unter den Tätern ein Weißer sei. Dies konnte allerdings bisher noch nicht bestätigt werden.

5. Welche Reaktionen gibt es?

US-Präsident Barack Obama sprach während des Nato-Gipfels von Warschau von einer "bösartigen, kalkulierten und verabscheuungswürdigen Tat", für die es keine Rechtfertigung gebe.

"Unser schlimmster Albtraum ist wahr geworden", erklärte Mike Rawlings, der Bürgermeister von Dallas.

Auch die voraussichtlichen Präsidentschaftskandidaten der beiden großen Parteien äußerten sich auf Twitter zu der Bluttat.

Donald Trump sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus:

Hillary Clinton schrieb, sie trauere um die Beamten, die bei ihrer Pflicht, friedliche Demonstranten zu beschützen, ums Leben kamen:

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