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Geniales Baukasten-System: Dieses Haus passt sich eurem Leben an

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COMMOD HAUS
Dieses Haus wächst mit | Commod Haus
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  • Ein junges Architekten-Duo aus Österreich hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt
  • Sie wollen bezahlbaren, ökologisch nachhaltigen und flexiblen Wohnraum für Familien schaffen
  • Herausgekommen ist das Commod Haus: ein Haus, das mitwächst

Am Anfang der Wohnrevolution von Michaela Maresch und Gerald Brencic standen zwei Feststellungen.

Erstens: Viele junge Familien wollen heute flexibel, ökologisch nachhaltig und gleichzeitig kostengünstig leben.

Zweitens: Ökologisch nachhaltige Angebote gibt es zwar – aber nur wenige, die für junge Familien bezahlbar wären und noch weniger, die sich tatsächlich ihrer Lebenssituation anpassen könnten.

Diese Marktlücke will das junge österreichische Architektenduo füllen.

2014 gründeten Maresch und Brencic aus der Steiermark "Commod Haus". Dahinter steckt ein Wohnkonzept namens Modulbau, das unsere traditionelle Idee des Eigenheims komplett auf den Kopf stellen könnte.

Außen klassisches Einfamilienhaus - innen Wohnrevolution

Von außen sehen Modulhäuser aus wie eine moderne Version des klassischen Einfamilienhauses: gerade Schnitte, helle Holzverkleidung, kleine Veranda. Schlicht und modern.

Doch dahinter steckt mehr: Denn anstatt ein festes Wohnhaus an einem festgelegten Ort zu bauen, haben Familien durch dieses neue Wohnkonzept die Möglichkeit, flexibel nur so viele Teile ("Module") eines Hauses zu kaufen, wie sie gerade benötigen.

Auf- und abgebaut werden können diese Häuser zudem innerhalb von wenigen Stunden – flexibler geht es kaum.

In wenigen Monaten vom Werk auf die Wiese

Die einzelnen Teile der Häuser bestehen entweder aus Containern aus der Industrie, die bearbeitet und wiederverwendet werden, aus Stahlrahmen oder – momentan besonders populär – aus Holzrahmen.

Das Besondere: Die Teile werden im Werk innerhalb von circa zwei bis drei Monaten vorgefertigt und können dann fertig aufs Grundstück gesetzt werden.

"Ein Modulhaus kann in nur einem Tag aufgebaut werden, egal bei welchem Wetter, egal zu welcher Jahreszeit – eine monatelange Bauzeit wie bei herkömmlichen Häusern entfällt so“, erklärt Co-Gründerin Michaela Maresch im Gespräch mit der Huffington Post.

Ein Haus, das mitwächst

Doch nicht nur der Zeitfaktor könnte attraktiv sein für junge Menschen. Noch interessanter: Diese Hausform wächst mit.

Ein junges Paar kann so am Anfang zum Beispiel erst einmal drei Module (jedes in einer Größe von maximal 4,5 Meter mal 14 Meter) kaufen – und dann, wenn Nachwuchs kommt, ein Modul hinzufügen.

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Mit Mitte zwanzig kann man zum Beispiel eine kleine Wohnung kaufen - und mit dreißig bereits in einem bis zu drei Stockwerke hohem Häuschen leben.

Andersherum, kann - etwa wenn die Kinder dann irgendwann wieder ausziehen – auch ein Teil des Hauses ganz leicht wieder verkauft werden. Oder: Das Kind nimmt seinen Teil mit und zieht damit an einen anderen Ort weiter.

Ökologisch nachhaltig und energieeffizient

Das System ist nicht nur praktisch, sondern auch ökologisch nachhaltig. Denn alle Wände werden mit natürlichen Baustoffen verkleidet - damit sind die Häuser auch 100 Prozent recycelbar, verspricht das Unternehmen.

Auch wichtig: Durch eine energieeffiziente Bauweise soll dieses Wohnkonzept nicht nur die Anschaffung, sondern auch die laufende Nutzung kostengünstig halten.

Das Konzept läuft gut an. Zwar stehen erst neun Häuser der Firma, laut Geschäftsführerin Maresch bearbeitet die Firma derzeit aber etliche Aufträge.

Jeden Tag bekommen die Jungunternehmer demnach mindestens einen oder mehr Aufträge - jeder zweite stammt aus Deutschland.

Junge Familien sind die Hauptzielgruppe

Neben jungen Familien, die ein Modulhaus als Hauptwohnsitz erwerben wollen, sind die Hauptauftraggeber aus der Tourismusindustrie, erklärt Maresch.

"Einige unserer Kunden erwerben unsere Häuser auch als Luxusgut - als zweiten Wohnsitz oder als Ferienhaus", sagt sie.

Doch die größte und wichtigste Zielgruppe bleiben weiterhin junge Familien. Ihnen will die Firma in unserer sich schnell verändernden Welt ein Wohnkonzept bieten, das zu ihren Anforderungen passt.

Werdet zum Umwelthelfer

Keine Frage: Das Umweltbewusstsein in unserem Land hat sich in den vergangenen Jahren dramatisch gewandelt. Viele fragen sich allerdings: Wie kann ich wirklich effektiv helfen?

Das ist gar nicht schwer. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org stellt die Huffington Post Projekte vor, die jeder von Euch unterstützen kann.

Artenschutz ist eines der größten Umweltziele weltweit. Einer der gefährdetsten Tiere ist der Ameisenbär in Costa Rica. Das Projekt Tropica Verde hilft dabei, den Bestand der kleinen Tiere in der Region zu sichern. Mit einer Spende könnt ihr die Familienzusammenführung unterstützen.

Noch immer werden Elefanten wegen ihrer kostbaren Stoßzähne abgeschlachtet. Zurück bleiben verstörte Jungtiere. Um die kümmert sich die Aktionsgemeinschaft Artenschutz, die ihr hier unterstützen könnt.

Das Projekt OroVerde - Die Tropenwaldstiftung hilft, eines der wertvollsten Regenwaldgebiete Guatemalas zu erhalten - indem Menschen aus aller Welt Bäume kaufen. Hier geht es weiter zum Projekt.

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(lk)