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OECD: Darum geht Deutschlands Arbeitslosigkeit bald nicht weiter zurück

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Die Arbeitslosigkeit in Deutschland sinkt seit Jahren - doch damit ist 2017 vorerst Schluss | Thomas Peter / Reuters
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  • Die Arbeitslosenquoten in Deutschland wird bald nicht mehr sinken
  • Der Grund: die Flüchtlinge auf dem Markt
  • Deutschland aber besser als der OECD-Durchschnitt

Seit mehreren Jahren sind die Arbeitslosenquote in Deutschland. Dass sich der Trend nicht unendlich lange fortsetzen wird, haben wohl viele bereits vorausgesehen.

Nun ist es wohl wirklich bald soweit: Der kontinuierliche Rückgang der Arbeitslosenquote werde mit einer Stabilisierung in der zweiten Jahreshälfte und dann weiter im folgenden Jahr vorläufig zu Ende kommen, heißt es im OECD-Beschäftigungsausblick.

Der wesentliche Grund sei demnach der Eintritt der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt. Damit deckt sich die Einschätzung der OECD-Experten mit Prognosen deutscher Arbeitsmarktforscher.

Flüchtlinge sind voraussichtlich zunächst arbeitslos

Die Flüchtlinge werden demnach langsam auf dem Arbeitsmarkt sichtbar werden - viele von ihnen zunächst wohl als Arbeitslose. Es komme daher zentral auf Sprachförderung, die Ausbildung und die Anerkennung von bestehenden Qualifikationen an, betont die OECD.

Insgesamt werde die Beschäftigungsquote fast zehn Jahre nach Ausbruch der globalen Finanzkrise im OECD-Raum wieder auf das Niveau vor der Krise zurückkehren.

Im OECD-Vergleich: Hohe Beschäftigungsquote in Deutschland

In dem Ausblick zeigte sich aber auch ein positiver Trend: In Deutschland gibt es weniger Jugendliche, die weder in Beschäftigung, Bildung noch in Ausbildung sind, als in anderen OECD-Staaten. Der Anteil solcher junger Menschen zwischen 15 bis 29 Jahren sank zuletzt auf deutlich unter fünf Prozent. Zum Vergleich: im OECD-Schnitt liegt er bei 5,3 Prozent.

Die seit 2009 positive Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt habe sich zuletzt fortgesetzt. Die Beschäftigungsquote für die 15- bis 74-Jährigen werde im Laufe des Jahres 2016 voraussichtlich 65 Prozent überschreiten. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 60,5 Prozent. Die Arbeitslosigkeit ist mit 4,3 Prozent sogar so niedrig wie seit 25 Jahren nicht mehr.

Der Anteil der Beschäftigten, die seit mindestens einem Jahr ohne Job sind, sei in den letzten acht Jahren ebenfalls beständig gefallen. Er liegt bei 1,9 Prozent - OECD-Durchschnitt: 2,2 Prozent.

Und: Im Gegensatz zu vielen anderen OECD-Ländern seien die Reallöhne in Deutschland seit 2011 deutlich gewachsen.

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(lk)