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Brexit-Hardliner Gove ausgeschieden - May und Leadsom kandidieren für Cameron-Nachfolge

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dpa
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  • Theresa May und Andrea Leadsom machen den Kampf um die Cameron-Nachfolge unter sich aus
  • Im letzten Wahlgang vor der Urwahl der britischen Konservativen schied Michael Gove aus

Zwei Frauen machen das Endspiel um die Nachfolge für den scheidenden britischen Premierminister David Cameron unter sich aus.

Innenministerin Theresa May (59) und Energie-Staatssekretärin Andrea Leadsom (53) müssen sich in den kommenden Wochen einer Urwahl der konservativen Parteimitglieder stellen, entschieden die Tory-Abgeordneten im Londoner Parlament.

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Justizminister Michael Gove (48) erhielt bei der Abstimmung der Parlamentarier am Donnerstag die wenigsten Stimmen und schied damit aus. Gove hatte lange die radikale Brexit-Kampagne des ehemaligen Londoner Bürgermeisters Boris Johnson unterstützt, eher er im letzten Moment seine eigene Kandidatur erklärte.

Andrea Leadsom wird von Boris Johnson unterstützt

Andrea Leadsom war bs zum EU-Votum war wenig bekannt. Doch während der Kampagne für den Brexit erwarb die Energie-Staatssekretärin sich mit ihren sachlichen und durchdachten Argumenten Respekt.

Nun gilt die 53-Jährige als gefährlichste Konkurrentin für May. Im ersten Auswahlverfahren stimmten 66 Konservative für Leadsom. Unter ihren Unterstützern ist auch Boris Johnson.

Die Politikerin sieht den Austritt Großbritanniens aus der EU als große Chance für das Land. Falls sie Premierministerin wird, will sie mit den Austrittsverhandlungen aufs Tempo drücken. Vor ihrer politischen Karriere war Leadsom 25 Jahre lang als Bankerin tätig.

Theresa May gilt als knallhart

Die Innenministerin May wird als Favoritin für den Chefsessel gehandelt. Sie gilt als kühl, kompetent und neue "Eiserne Lady" der Tories. Im ersten Wahldurchgang erhielt sie 165 Stimmen der konservativen Parlamentarier - und damit weit mehr als ihre Konkurrenten.

Die 59-Jährige warb vor dem Brexit-Referendum verhalten für den Verbleib in der Union, blieb aber EU-kritisch, was ihr jetzt zugute kommt. Falls sie gewählt wird, will sie sich mit den Austrittsverhandlungen bis nächstes Jahr Zeit lassen.

Als Innenministerin verantwortet May schwierige Themen: Terrorabwehr, Überwachung, Polizei, Kindesmissbrauch. Vor allem in Sachen Einwanderungspolitik gilt sie als knallhart.

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Jedes Kind braucht die Chance auf Bildung

Egal wo auf der Welt: Ohne Bildung haben Kinder aus armen Familien in der Regel keine Chance. Doch die ist mitunter teuer - und so vergrößert sich vielerorts das Ungleichgewicht. Dieses Problem versuchen Organisationen in aller Welt zu lösen.

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder aus sozial schwachen Familien haben niemanden, der sich um ihre alltäglichen Sorgen kümmert. Ein Blick auf die Hausaufgaben, Konflikte mit Freunden - oder Gesundheitsprobleme: In dem Münchner Projekt Lichtblick Hasenbergl unterstützen Pädagogen junge Menschen bei all diesen Fragen. Hier erfahrt ihr mehr zu der Initiative.

In Ruanda haben 400.000 Kinder keine Chance auf einen Platz in der Schule; besonders Waisen und Mädchen sind benachteiligt. Das Projekt "Schulen für Afrika" von Unicef ermöglicht tausenden Kindern den Zugang zu Bildung. Hier könnt ihr die Initiative unterstützen.

Ein zuverlässiges Transportmittel kann für Menschen in einem Entwicklungsland alles verändern. World Bicycle Relief stattet Menschen in ländlichen Regionen Afrikas mit Fahrrädern aus und schenkt ihnen damit ein großes Stück Lebensqualität. Hier geht es weiter zu diesem faszinierenden Projekt.