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Dieser Künstler zeigt, wie verdorben unsere Gesellschaft ist

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SUPERMARKET
Dieser Künstler zeigt, wie verdorben unsere Gesellschaft ist | Facebook / Agayev
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Korruption, Konsumwahn, Gewalt und Terror. Die Schattenseiten der Globalisierung bleiben uns in Deutschland, in unserem behüteten, friedvollen Alltag, häufig verborgen.

Der aserbaidschanische Künstler Gunduz Agayev hat die Probleme unserer Gesellschaft in einer beeindruckenden neuen Bilderserie illustriert: Sie zeigt den schockierenden Kontrast zwischen Mangel und Überfluss. Die Kunstwerke sollten uns zu denken geben.

Die Serie trägt den Titel "Supermarket“.

Das Vermögen ist in der Welt noch immer erschreckend ungleich verteilt: Die 62 reichsten Menschen besitzen laut einer Studie der Hilfsorganisation Oxfam mittlerweile genauso viel wie die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Während wir im Supermarkt nach Luxusartikeln und Genussmitteln suchen, haben laut dem UN World Food Programme fast 800 Millionen Menschen weltweit nicht genug zu essen.

In vielen Ländern wird Mädchen noch immer der Zugang zu Bildung verwehrt. Auch in einigen arabischen und streng islamistischen Ländern sehen sich Mädchen und Frauen noch immer systematischer Unterdrückung und Gewalt ausgesetzt.

Viele der Kriege und Konflikte in der Welt werden noch immer im Namen der Religion ausgetragen. Der eigentlich friedliche Gedanke der Weltreligionen rückt so in den Hintergrund.

Auch die andauernde Flüchtlingsthematik findet in den Bildern Agayevs Widerhall. Weltweit sind mehr als 60 Millionen Menschen auf der Flucht vor Terror, Armut und Gewalt...

... oder der Unterdrückung durch politische Regime.

Über 250.000 Kinder sollen weltweit als Soldaten im Einsatz sein. In vielen Konfliktgebieten werden bereits die Jüngsten rekrutiert - und fallen nicht selten grausamen Anschlägen zum Opfer.

Aber auch in Friedenszeiten droht der Mensch zunehmend zur austauschbaren Ware zu werden.


Flüchtlingskrise: Helft den Helfern!

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post spannende Projekte, die ihr direkt unterstützen könnt.

Die Nachrichten von ertrunkenen Flüchtlingen nehmen kein Ende. Auch, weil es viel zu wenig Rettungskräfte auf dem Mittelmeer gibt. Hier versucht die Mannschaft des Schiffes Sea Watch 2. zu helfen. Spenden benötigt die Crew für Nahrung, Schwimmwesten und Medikamente.

Auf der sogenannten Balkanroute ist ein großer Teil der Flüchtlinge unterwegs. Der Verein Soups & Socks versorgt Flüchtlinge hier mit einer warmen Mahlzeit und anderen lebensnotwendigen Dingen. Hier geht es weiter zur Soups & Socks Tour.

Ein weiteres Problem sind die vielen unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge in Berlin. Ihnen vermittelt die Organisation Akinda beispielsweise einen gesetzlichen Vertreter. Wie das geht, beschreiben die Initiatoren hier.

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(ben)