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HummingBad: Was tun gegen den Android-Virus?

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Smartphones mit dem Android-System werden derzeit von Maleware angegriffen | Gustau Nacarino / Reuters
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Beim Herunterladen von Apps ist Vorsicht geboten

Nutzer des Smartphone-Betriebssystems Android werden derzeit von einer besonders tückischen Malware terrorisiert. Weltweit sind nach Branchenseiten bereits 85 Millionen Geräte betroffen, Tendenz rapide steigend. Doch um was handelt es sich bei dem Virus "HummingBad" genau, wie erkennt man, ob das eigene Handy betroffen ist und am wichtigsten: Wie wird man den Virus wieder los? Hier erfahren Sie es.

Infektion passiert schnell

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Das Hinterlistige an "HummingBad" ist, dass sich die schädliche Software heimlich beim Herunterladen von gewissen Apps aus dem Google Play Store mit anhängt und so den Weg auf das Handy findet. Rund 200 der dort angebotenen Apps sind angeblich betroffen, welche genau, das weiß man noch nicht.

Was der Virus dann macht, ist im Hintergrund und ohne Kenntnis des Handybesitzers Werbeanzeigen zu laden und Klicks darauf zu simulieren. Auf diese Weise sollen sich die Erfinder von "HummingBad" pro Monat bis zu 300.000 Dollar ergaunern - ein ausgesprochen lukratives Geschäft also. Die meisten Geschädigten befinden sich zwar in China, deutschlandweit seien aber etwa 50.000 Handys infiziert.

Das wirklich Gefährliche daran ist aber, dass "HummingBad" gleichzeitig auch volle Kontrolle über das Smartphone erlangen kann. Es erstellt einen Rootzugriff, mit dem Hacker extern auf sämtliche private Daten zugreifen und weitere Schadsoftware herunterladen können.

Woran erkennt man einen Befall?

Die beste Methode, um herauszufinden, ob das eigene Telefon von "HummingBad" befallen wurde, ist ein ausgiebiger Virenscan. Zahlreiche kostenlose Virenscanner-Apps können die Malware erkennen, etwa Lookout, AVG oder Avast. Ist man tatsächlich einer der Betroffenen, muss man anschließend selbst Schritte einleiten, um sich des Programms zu entledigen.

Wie wird man "HummingBad" los?

Der bislang einzige Weg, die Malware wirklich loszuwerden, dürfte den wenigsten Menschen gefallen: Laut der Seite "CNet" hilft bislang nur eine Zurücksetzung auf die Werkseinstellungen des Smartphones, sprich das Löschen sämtlicher Daten des Users. Um sein Handy nach dem Reset dann nicht sofort wieder mit dem Virus zu infizieren, empfiehlt es sich zudem, nur noch die absolut notwendigsten Apps herunterzuladen und auf alle Anwendungen von vertrauensunwürdigen Drittanbietern zu verzichten.