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Gina-Lisa Lohfink: Ihre Aussage im TV-Interview dürfte für Wirbel sorgen

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GINA LISA
Gina-Lisa Lohfink muss vor Gericht - nun hat sie über ihr Image im RTL-Interview gesprochen | Hannibal Hanschke / Reuters
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Seit mehr als einem Monat läuft in Berlin ein Prozess rund um Gina-Lisa Lohfink (29). Das Gezerre um den Fall dauert aber sogar schon viel länger an: Vor vier Jahren hatte die Ex-"GNTM"-Kandidatin Anzeige gegen zwei Männer erstattet, die sie - so ihr Vorwurf - betäubt, vergewaltigt und ein Video der Tat ins Netz gestellt hätten.

Das Gericht sprach die Männer vom Vorwurf der Vergewaltigung frei und stellte stattdessen Lohfink einen Strafbefehl wegen Falschverdächtigung aus.

Lohfink glaubt: Image hatte Einfluss auf Richter-Entscheidung

"Da muss ich sagen, dass ist meine Schuld", erklärte sie im Gespräch mit RTL-"Extra"-Moderatorin Birgit Schrowange (58) angesprochen auf ihren Stil. Freizügig, sexy kleidete sie sich früher. Heute trägt sie eine geschlossene Bluse, eine lange Hose und weniger Makeup.

"Wenn ich meine Outfits sehe, war es billig, ist nicht schön gewesen. Meine Haare, mein Makeup - furchtbar". Ein Luder-Image wolle sie nicht, betonte sie im Interview. Dass Menschen das vielleicht anders sehen, nehme sie ihnen nicht übel.

Aber RTL zufolge glaubt Lohfink, dass ihr Image Einfluss auf die Entscheidung der Richter hatte, ihr nicht zu glauben. Nun kämpft Lohfink um ihre Glaubwürdigkeit - und ist damit sogar zu einer kleinen Identifikationsfigur der Frauenrechtsbewegung geworden.


"Schlimm, wie die Familie sich schämt"

Nun hat die 29-Jährige nach verschiedensten Eklats im Gerichtssaal im Fernsehen ausführlich über den Fall gesprochen. Nach ihrer Familie gefragt konnte Lohfink die Tränen nicht mehr zurückhalten.

"Meine Familie, wie viele Tränen die verschwendet haben", sagte sie. "Das ist schlimm, wie die sich schämen, manchmal." Zugleich räumte Lohfink ein, sie könne durchaus verstehen, wenn Menschen ihr aufgrund ihres Images ihre Geschichte nicht glaubten.

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Gina-Lisa Lohfink: "Ich wollte wirklich nicht, dass die Sex mit mir haben!"

Auch sonst zeigte sich das It-Girl offen und verletzlich. Sie sei an dem fraglichen Abend sehr betrunken gewesen, sagte Lohfink. Vor allem aber beteuerte das It-Girl, der Sex mit den Männern sei nicht einvernehmlich gewesen: "Das wollte ich wirklich nicht, dass die beiden mit mir Sex haben und dass die mich filmen."

Sie wisse auch nicht, welches Interesse an einem Prozess oder einem Sexvideo sie haben sollte, betonte Lohfink. "Ich habe davon nichts. Ich bin doch schon bekannt, mich kennt doch schon jeder. Dadurch steh ich nicht gut da."

Der Gerichtsstreit um Gina-Lisa Lohfink macht derweil nur Pause: Anfang August soll der Prozess am Berliner Amtsgericht Tiergarten fortgesetzt werden.

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