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Unheimliche Bilder zeigen Geisterstädte und die Menschen, die es wagten, zurückzukehren

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Häuser stürzten ein, schwarzer Qualm stieg aus den drei Reaktorblöcken auf und Frachtschiffe lagen umgekippt am Strand: Die Bilder der verzweifelten Einwohner aus der Region rund um Fukushima, die fassungslos vor den Trümmern ihrer Existenz standen, haben Menschen weltweit berührt. Im März 2011 hat die Nuklearkatastrophe des Kernkraftwerks Fukushima Daiichi das Leben Tausender Japaner für immer verändert.

Rückkehr in die Geisterstädte

Der französische Fotograf Guillaume Bression ist nach dem Unglück in die Region gereist und dokumentiert seitdem die Auswirkungen der Katastrophe. Gemeinsam mit seinem Kollegen Carlos Ayesta setzte er das Projekt "retracing our steps" (auf Deutsch: "unsere Spuren zurückverfolgen") um. Mit ehemaligen Bewohnern der verlassenen Städte sind die Fotografen an den Ort der Katastrophe zurückgekehrt.

"Wir haben ehemalige Bewohner aus der Region Fukushima Daiichi und sogar in einigen Fällen die tatsächlichen Hauseigentümer gefragt, ob sie noch einmal in die Sperrzone zurückkehren würden, um gemeinsam mit uns die Türen zu diesen ungewöhnlichen und unheimlichen Orten zu öffnen", sagte Bression der Huffington Post.

Bression und sein Kollege Ayesta haben sich vorgenommen, die eindrucksvollen Bilder in Form eines Buches zu veröffentlichen. Mit einer Kickstarter-Kampagne sammeln die Fotografen Geld für ihr Crowdfunding-Projekt.

  • Carlos Ayesta & Guillaume Bression
    Am 9. März 2011 bebte im Nordosten Japans die Erde. Zwei Tage später kam es zu einer Kernschmelze in drei Reaktorblöcken im Kraftwerk Fukushima Daiichi.
  • Carlos Ayesta & Guillaume Bression
    In den Städten Futaba, Okuma, Litate, Tomoika, Naraha, Odaka, Kawauchi und Katurao mussten die Menschen ihre Häuser fluchtartig verlassen.
  • Carlos Ayesta & Guillaume Bression
    Im Radius von 20 Kilometern wurden die Bewohner der betroffenen Region evakuiert.
  • Carlos Ayesta & Guillaume Bression
    "Was bleibt in einer Region, in der 80.000 Menschen von einem auf den anderen Tag evakuiert wurden?" Diese Frage stellen sich die Fotografen Carlos Ayesta und Guillaume Bression in ihrer Fotostrecke.
  • Carlos Ayesta & Guillaume Bression
    Die Einwohner hatten keine Zeit, ihre Habseligkeiten einzupacken und mussten viele Erinnerungsstücke hinter sich lassen.
  • Carlos Ayesta & Guillaume Bression
    Im lokalen Supermarkt liegen immer noch Wurst- und Käsepackungen in dem abgeschalteten Kühlregalen.
  • Carlos Ayesta & Guillaume Bression
    Die Nuklearkatastrophe hat die Existenz vieler Unternehmer zerstört.
  • Carlos Ayesta & Guillaume Bression
    Die japanische Regierung will, dass die Städte wieder bewohnt werden. Doch nach fünf Jahren sind weniger als zehn Prozent der ehemaligen Bewohner in das Gebiet zurückgekehrt.
  • Carlos Ayesta & Guillaume Bression
    Meist ältere Menschen treibt es zu ihren ehemaligen Häusern zurück. Familien mit jungen Kindern haben vor der Radioaktivität Angst.
  • Carlos Ayesta & Guillaume Bression
    "Die Tatsache, dass man die Radioaktivität nicht sehen kann, hat einen starken psychologischen Einfluss auf die Einwohner", sagte Guillaume Bression der Huffington Post.
  • Carlos Ayesta & Guillaume Bression
    Viele Tiere wurden aufgrund der schnellen Evakuierung zurückgelassen. Lediglich die Skelette einiger Kühe erinnern an einen Stall.
  • Carlos Ayesta & Guillaume Bression
    Im Friseur-Salon liegen Schere und Rasierer bereit, um wieder benutzt zu werden.
  • Carlos Ayesta & Guillaume Bression
  • Carlos Ayesta & Guillaume Bression
  • Carlos Ayesta & Guillaume Bression
  • Carlos Ayesta & Guillaume Bression
    Im Büro häufen sich die Papierstapel, doch keiner ist dort, um sie abzuarbeiten.
  • Carlos Ayesta & Guillaume Bression
  • Carlos Ayesta & Guillaume Bression
  • Carlos Ayesta & Guillaume Bression
    Die Zimmer sind immer noch von dem Erdbeben verwüstet - keiner lebt hier, um sie aufzuräumen.
  • Carlos Ayesta & Guillaume Bression
  • Carlos Ayesta & Guillaume Bression
  • Carlos Ayesta & Guillaume Bression
  • Carlos Ayesta & Guillaume Bression


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