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FBI: Keine Anklage gegen Clinton wegen E-Mail-Affäre

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HILLARY CLINTON
FBI: Keine Anklage gegen Clinton wegen E-Mail-Affäre | Jonathan Alcorn / Reuters
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  • Das FBI hat sich dagegen ausgesprochen, Anklage gegen Hillary Clinton zu erheben
  • Die Präsidentschaftskandidatin hatte als Außenministerin acht Geheim-Mails über einen Privatserver versendet

Die amerikanische Bundespolizei FBI empfiehlt, keine Anklage gegen Hillary Clinton wegen ihrer E-Mail-Affäre zu erheben. Das sagte FBI-Direktor James Comey am Dienstag in Washington. Zugleich äußerte er aber scharfe Kritik am damaligen Verhalten Clintons.

Die Entscheidung gilt als sehr wichtig für den weiteren Verlauf des US-Präsidentschaftswahlkampfes. Im Fall einer Anklage hätte der Druck auf Clinton wachsen können, ihren Wahlkampf als Präsidentschaftskandidatin abzubrechen.

FBI-Direktor: “Sie hätte es wissen müssen“

Clinton hatte als Außenministerin auch dienstliche E-Mails über private Server abgewickelt, laut FBI sogar mehrere. Das FBI untersuchte, ob sie geheime Informationen verschickt oder empfangen hat.

"Keine einzige dieser E-Mails hätte auf einem privaten Server sein dürfen“ sagte Comey. Jeder in einer verantwortlichen Position habe das wissen können und müssen.

Anderer Ausgang hätte die Wahl entscheiden können

Für Clinton ist die Einschätzung des FBI dennoch ein Glücksfall. Die Untersuchung hatte Clintons Wahlkampf stark belastet. So ist ihr voraussichtlicher republikanischer Rivale im Präsidentschaftsrennen, Donald Trump, sogar so weit gegangen, eine Gefängnisstrafe für sie zu fordern.

Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der Trump seinen Wahlkampf deutlich intensiviert. In den vergangenen Tagen verpflichtete er mehrere neue Berater. Darunter ist auch Jason Miller, der noch vor einigen Wochen für Trumps einstigen Konkurrenten Ted Cruz arbeitete.

In der jüngsten "Washington Post“-Umfrage kam der voraussichtliche Präsidentschaftskandidat der Republikaner jedoch nur noch auf 39 Prozent, die Demokratin Hillary Clinton auf 51 Prozent. Vor einem Monat hatte Trump noch mit zwei Prozentpunkten vor der Ex-Außenministerin gelegen