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Selbstmordanschlag in Pilger-Stadt Medina - offenbar drei Tote

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MEDINA
Anschlag in Medina. | Twitter
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  • Selbstmordanschlag in Pilger-Stadt Medina
  • Offenbar drei Tote

Vor der Prophetenmoschee in Medina in Saudi-Arabien, der nach Mekka zweitheiligsten Stätte des Islam, ist am Montag ein Selbstmordanschlag verübt worden.

Der Attentäter habe sich während des Fastenbrechens bei einem Gebäude der Sicherheitskräfte vor der Prophetenmoschee in Medina in die Luft gesprengt und vier Menschen mit in den Tod gerissen, berichtete der arabische Nachrichtenkanal Al-Arabija. Die Moschee ist nach Mekka die zweitheiligste Stätte des Islam.

Im Fernsehen waren ein Feuer und schwarzer Rauch auf einem Parkplatz zu sehen. Es war bereits der dritte Selbstmordanschlag am Montag in dem erzkonservativen und mit dem Westen verbündeten Öl-Staat.

Niemand bekannte sich zunächst zu den Taten

Niemand bekannte sich zunächst zu den Taten. Es wurde jedoch nicht ausgeschlossen, dass es sich um Taten der Terrormiliz Islamischer Staat handeln könnte.

Die Türkei macht die Dschihadisten für den verheerenden Anschlag vergangene Woche auf den Flughafen in Istanbul mit 45 Toten verantwortlich. Die Dschihadisten bekannten sich jedoch nicht zu der Tat. Für den Anschlag in der Nacht zu Sonntag in der irakischen Hauptstadt Bagdad mit 213 Toten bekannte sich der IS.

Sollte es sich um eine Serie koordinierter IS-Anschläge handeln, wäre das ein beunruhigendes Signal für das erzkonservative ölreiche Königreich. Radikale Islamisten werfen der Führung des Landes wegen der Zusammenarbeit mit dem Westen Gotteslästerung vor.

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