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Wende im Fall Peggy: Überreste des seit 2001 verschwundenen Mädchens durch Zufall entdeckt

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PEGGY
dpa
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  • Der Fall Peggy stellte die Ermittler jahrelang vor Rätsel
  • Nun wurden die Überreste des Mädchens wohl durch Zufall in einem Wald gefunden

Die in einem Waldstück in Thüringen gefundenen Knochenreste stammen "höchstwahrscheinlich" von der vermissten Schülerin Peggy. Dies teilten das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bayreuth am Montag mit.

Dies hätten die ersten rechtsmedizinischen Untersuchungen und Erkenntnisse am Fundort ergeben. Ein Pilzsammler hatte am Samstag im Saale-Orla-Kreis Leichenteile entdeckt - nur wenige Kilometer von Peggys Heimatort Lichtenberg entfernt.

Im Bereich des Fundorts seien mehrere Gegenstände sichergestellt worden, die ebenfalls auf die Neunjährige hindeuteten. "Wir halten es für höchstwahrscheinlich, es ist alles schlüssig", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Herbert Potzel. Belastbare Hinweise zur Todesursache gebe es allerdings noch nicht, hieß es in der Erklärung.

Ein Pilzsammler sei am Samstag auf die Skelettteile gestoßen, teilte die Polizei mit und bestätigte damit einen Bericht des Bayerischen Rundfunks.

Fundort nur wenige Kilometer von Peggys Heimatort entfernt

Am 7. Mai 2001 verschwand die neunjährige Peggy auf ihrem Heimweg von der Schule, seitdem fehlte von der Kleinen jede Spur. Wochenlange Suchaktionen blieben ohne Erfolg. Der Fundort der Leiche im Saale-Orla-Kreis liegt nur wenige Kilometer von Peggys Heimatort Lichtenberg (Landkreis Hof) entfernt.

Der Fall Peggy sorgt seit mehr als 15 Jahren immer wieder für Schlagzeilen. 2002 präsentierten die Ermittler einen geistig behinderten Mann als Tatverdächtigen, er wurde 2004 als Peggys Mörder verurteilt. 2014 wurde der Mann in einem Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen.

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