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"Das letzte Abendmahl": In Da Vincis Werk verbirgt sich ein Detail, das niemand bemerkt hat

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Nicht einmal Kunstexperten haben Jahrhunderte lang auf dieses eine Detail in Leonardo Da Vincis Meisterwerk "Das letzte Abendmahl" geachtet. Dabei ist es so wichtig: Was genau essen Jesus und die zwölf Apostel eigentlich darauf?

Kunsthistoriker kennen jeden Zoll des Bildes, aber niemand ist in der Lage herauszufinden, was die Gäste eigentlich auf dem Teller haben. Vermutlich liegt das am Zustand des Originals, das nicht mehr so gut erhalten ist.

Die Restaurateure, die das Wandgemälde unter der Leitung von Pinin Brambilla seit dem 20. Jahrhundert wiederherstellen, sind der Ansicht, dass es sich um Meeresfrüchte handelt.

John Varriano, Professor für Kunstgeschichte am Mount Holyoke College, geht hingegen davon aus, dass die Jünger vor der Eucharistie mit Brot und Wein wahrscheinlich gegrillten Aal mit Zitronen und Orangenscheiben garniert gegessen haben.

Aal oder nicht Aal?

Varriano begründet seine Annahme damit, dass diese Speisen zwar nicht zur Zeit Jesu, aber zur Zeit Leonardo Da Vincis konsumiert wurden.

Stefan Gates, Experte für internationale Küche, reiste für die britische BBC genau an den Ort, an dem das Wandgemälde entstanden ist, und zwar in das Kloster Santa Maria delle Grazie in Mailand.

Dazu passt: Alle glauben, auf diesem Foto durchbreche ein Kampfjet die Schallmauer. Was wirklich dahintersteckt

Wenn auf dem Tisch tatsächlich Aal zu sehen ist, dann wäre das ein glatter Fehler Da Vincis. Denn Aal ist dem jüdischen Glauben zufolge nicht koscher. Es wäre also in der Zeit von Jesu Christi nie bei einem solch wichtigen Mahl auf den Tisch gekommen.

Was Gates in Mailand außerdem auffiel: "Niemand berührt die Nahrung". Den Moment, den Da Vinci festgehalten hat, ist jener, in dem Jesus den Jüngern vorhersagt, dass einer ihn verraten wird. Die Gesichter sind überrascht.

Es handelt sich wohl um ein Fischgericht

Gates kam nach seiner Studienreise zu dem Schluss, dass die Speisen am Tisch unmöglich Aal sein können, da sie seiner Meinung nach zu klein geschnitten seien. Er denkt aber auch nicht, dass es Lamm sei, obwohl es ein Gericht ist, dass in der Bibel mit Jesus Christus verbunden wird.

Die meisten Experten sind sich allerdings einig, dass es sich dabei wohl um ein Fischgericht handle. Ein sehr wichtiges Symbol für das Christentum - welcher Fischart genau es ist und wer es überhaupt wie zubereitet hat, steht nach wie vor zur Debatte.

Dieser Text erschien ursprünglich bei der Huffington Post Italien und wurde von Valentina Resetarits übersetzt.


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(lk)