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Vor laufender Kamera: Hier plaudert ZDF-Moderator Welke über Kahns TV-Gehalt

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Kahn und Welke sprachen gestern nach dem Spiel Wales – Belgien über Kahns Gehalt. | ZDF
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In der laufenden Woche wurde viel über die angeblichen Gagen, die Mehmet Scholl und Oliver Kahn für ihre Fußballexpertise bei ARD und ZDF bekommen sollen, spekuliert.

Oliver Welke hakt nach, Kahn winkt ab

Als man dachte, die Sache sei nun fast schon wieder vom Tisch, lies es sich ZDF-Moderator Oliver Welke nicht nehmen, noch ein wenig darüber zu scherzen.

Nach dem 3:1-Sieg der Waliser gegen Belgien am Freitagabend blickten Welke und Kahn anschließend noch auf die Viertelfinalpartie Deutschland gegen Italien am Samstagabend. Welke richtete sich an Kahn: "Eigentlich kann ich persönlich das mit dem Italien-Trauma nicht mehr hören. Deswegen frag' ich dich jetzt mal…"

Kahn hatte die Diskussion scheinbar ebenfalls satt – und winkte ab. Offenbar kann auch der ehemalige Nationaltorhüter "das mit dem Italien-Trauma" nicht mehr hören.

Aber Welke setzte nach: "Ey komm, für deinen Tagessatz musst du jede Frage beantworten." Kahn nahm den kleinen Angriff seines Sidekicks mit Humor: "Ich habe keinen Tagessatz, sondern einen Jahressatz."

Wie hoch dieser allerdings ist, bleibt weiterhin unklar. Im Laufe der Woche kursierten einige Zahlen im Netz.

"kress pro" berichtet von Millionen-Gehältern

Von 50.000 Euro pro Arbeitstag berichtete der Branchendienst "kress pro" am Dienstag. Scholl und Kahn sollen demnach pro Jahr bis zu 1,6 Millionen bekommen.

Scholl und Kahn reagierten extrem verärgert auf die Meldungen über ein angebliches Millionen-Honorar. Robert Niemann, der für Oliver Kahns Vermarktung zuständig ist, hatte auf Anfrage der Huffington Post gesagt: "Die Zahlen sind für uns nicht nachvollziehbar."

Kahn zu angeblichem Millionen-Honorar: "Eklatante Falschmeldung"

Scholl sagte der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag: "Die von einem offenbar bösartigen Journalisten in Umlauf gebrachte angebliche Höhe meines Honorars ist von der Realität genauso weit entfernt wie die Engländer von einem EM-Titel, nämlich meilenweit."

Auch Kahn dementierte umgehend. "Hierbei handelt es sich um eine eklatante Falschmeldung, die jeglicher Grundlage entbehrt. Kress.de verbreitet eine Fehlinformation, die bewusst Neid und Missgunst in der Öffentlichkeit in Kauf nimmt und den Zuschauern die Freude an der Berichterstattung vermiesen soll", teilte der Ex-Torhüter am Dienstag auf seiner Facebook-Seite mit.

Neuen Zahlen von "Bild"

Einen Tag später enthüllte die "Bild" neue Zahlen: Beide Experten könnten am Ende des Jahres auf rund 800.000 Euro kommen, rechnet die Boulevardzeitung vor.

Damit sei das Gehalt deutlich niedriger als von "kress pro" behauptet, aber immer noch exorbitant höher als bei anderen deutschen Fußball-Experten.

Scholl und Kahn äußerten sich zu den Zahlen der "Bild" bislang nicht.

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(ca)