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Ungewöhnlicher Protest auf Mallorca: Am Ballermann hängen plötzlich überall schwarze Fahnen

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Schwarze Fahnen sind ja in der Regel ein Zeichen der Trauer. In El Arenal, dem beliebten Partyort auf der Urlaubsinsel Mallorca, hängen zurzeit in vielen Fenstern und auf Balkonen dunkle Flaggen.

Doch die Bürger trauern dabei nicht etwa um einen Verstorbenen. Sie wollen damit ein Zeichen an die Touristen senden. Denn in El Arenal befindet sich der Ballermann, der berüchtigte Partyort der Deutschen.

Dazu passt: Das sagt Jürgen Drews zum Alkoholverbot am Ballermann

Und der Verein "Asociación de Vecinos Amics de S’Arenal", auf Deutsch "Nachbarvereinigung der Freunde El Arenals", trauert mit der Beflaggung um die Ruhe und Sauberkeit des Stadtteils.

Sie wollen damit ein Zeichen gegen die Saufgelage des Partyvolkes setzen.

Schon seit Jahren will die Stadt die Saufgelage unterbinden

Die Hauptstadt Palma versucht schon seit Jahren, den Saufgelagen am Ballermann entgegenzuwirken. Bereits im Mai 2014 führte die damals konservative Regierung eine sehr umstrittene Benimmregel mit insgesamt 113 Artikeln ein, um die Sauftouristen zu bändigen.

Im September 2014 verbot man dann auch noch den Touristen das beliebte Eimersaufen, bei dem mehrere Partywütige mit langen Strohhalmen aus Kübeln trinken. Im letzten Jahr kippte der Verwaltungsgerichtshof dann den Maßnahmenkatalog.

Anfang dieses Jahres wurde bekanntgegeben, dass sich Touristen am Ballermann trotzdem zügeln müssen. Die Vergnügungsmeile wurde zu "Interventionszonen im Kampf gegen öffentliche Saufgelage" erklärt. So soll am Ballermann ab Mitternacht kein Alkohol mehr verkauft werden.

Das geht den Einheimischen offenbar noch nicht weit genug. Der Verein der besorgten Bürger forderte die Anwohner über Facebook auf, schwarze Fahnen in die Fenster zu hängen. Und viele machten mit. Sie wollen die Trauerbeflaggung erst wieder einholen, wenn sich die Touristen wieder besser benehmen.


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