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Erstmals verursachte ein selbstfahrendes Auto einen tödlichen Unfall

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TESLA
Das Tesla Model X | ASSOCIATED PRESS
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  • Erstmals ist ein Mensch durch den Fehler eines selbstfahrendes Autos gestorben
  • Der Fahrer eines Tesla S starb, weil sein Fahrzeug einen LKW nicht wahrnahm
  • Der Aktienkurs von Tesla fiel nach der Nachricht um drei Prozent

Erstmals ist eine Person hinter dem Lenkrad eines im Selbstfahrmodus befindlichen Autos ums Leben gekommen.

Die US-Verkehrsaufsichtsbehörde NHTSA bestätigte am Donnerstag, dass es bei einem Unfall mit einem Tesla-Sportwagen einen Todesfall gegeben habe. Der Fahrer des Tesla S habe das "Autopilot"-System des Fahrzeugs verwendet, als er bei einer Kollision mit einem Lastwagen in Florida ums Leben gekommen sei. Nun wird überprüft, ob die Technologie versagt hat.

Der Unfall ereignete sich nach NHTSA-Angaben bereits am 7. Mai an der Kreuzung eines Highways in der Ortschaft Williston in Florida. Ein Mann aus Canton im US-Staat Ohio wurde getötet.

Der Insasse soll "Harry Potter" geguckt haben, während das Auto ihn in den Tod steuerte

Nach Behördenangaben versagten die Kameras des Wagens dabei, die weiße Flanke eines abbiegenden Sattelzugs vom hellen Himmel zu unterscheiden. Deshalb habe das Fahrzeug nicht automatisch gebremst, hieß es.

Der Elektroautohersteller Tesla teilte auf seiner Webseite mit, weder der Fahrer noch die Sensoren des Autopiloten hätten den Sattelzug bemerkt. Der Unfall habe zu dem ersten bekannten Todesfall nach insgesamt mehr als 200 Millionen Kilometern Fahrtstrecke mit dem Autopilotensystem geführt.

Der 62 Jahre alte Fahrer und Besitzer des Lastwagens sagte, der Mann hinter dem Lenkrad des Unglückswagens habe zum Unfallzeitpunkt einen Harry-Potter-Film auf dem Fernsehbildschirm geschaut und sei sehr schnell unterwegs gewesen.

Tesla erklärte jedoch, dass es nicht möglich sei, Videos auf dem Touchscreen des Modells S abzuspielen.

Besitzer lobte das Autopilotsystem

Der Tote war ein früherer langjähriger Navy Seal und Gründer einer IT-Firma. Im April noch hatte er das Autopilotsystem gelobt, nachdem es nach seinen Angaben einen Unfall mit einem Lastwagen auf einer Schnellstraße verhindert hatte. Er stellte damals ein Video von dem Vorfall online. Der Tesla S sei "das beste Auto, das ich jemals besessen habe", schrieb er.

Der Fahrzeughersteller bezeichnete ihn als "einen Freund" von Tesla und der Elektroauto-Gemeinschaft. Gleichzeitig warnte das Unternehmen des Gründers Elon Musk, dass das neue System nicht perfekt sei. Fahrer müssten immer achtsam sein, hieß es in einer Erklärung.

Musk drückte den Angehörigen des Toten auf Twitter sein Beileid aus. Die Tesla-Aktie fiel nach Bekanntwerden des tödlichen Unfalls um 3,2 Prozent.

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(ben)