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Ein 7-jähriges Mädchen stirbt an Krebs - ihr Vermächtnis wird ewig bestehen

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"An einem von Katies letzten Tagen hatte ich einen fürchterlichen Alptraum. Ich bin weinend aus meinem Zimmer gerannt und habe nach ihr gesucht. Ich lief in das Esszimmer und konnte sie auf der Couch sehen, noch am Leben und ich bin einfach nur zusammengebrochen."

Mit diesen Worten beginnt der neueste Facebook-Post auf der Seite "Katherine the Brave" (deutsche Übersetzung: Katharina, die Tapfere), die bereits über 28.000 Fans hat. Der Beitrag wurde von Katies trauernder Mutter erstellt, die das Mädchen durch einen bösartigen Gehirntumor verloren hat.

Weiter schreibt sie:"Auf dem Bild tröstet Katie eine Klassenkameradin. Sie hatte sich gerade heftig mit ihrer Schwester gestritten. (...) Ich konnte damals noch nicht glauben, dass Katherine mich je verlassen wird. Ich hatte keine Ahnung, was die Zukunft bereithalten würde. Ich machte mir nichts aus ihrer Fähigkeit, andere dazu zu bringen, sch besser zu fühlen. Es war einfach ihre Art. (...) Auf diesem Bild war sie in ihrem Element."

Ärzte gaben Katie nicht mehr viel Zeit

Bei dem siebenjährigen Mädchen wurde am 6. Juni 2015 DIPG diagnostiziert: Ein sehr aggressiver und unheilbarer Gehirntumor. Da er meist in der Basis des Gehirns lokalisiert wird, ist eine optimale Behandlung meistens nicht gegeben. Die Ärzte gaben Katie nicht mehr viel Zeit - von zwei Monaten bis hin zu drei Jahren.

Ihre komplette Leidensgeschichte wurde von ihrer Familie in einem Blog erzählt. Jeder Schritt, jede Untersuchung, jedes Lächeln der Kleinen wurde ganz genau dokumentiert. Ab Juli 2015. Viele Blog-Einträge wurden mit Tabellen über die schreckliche Krankheit unterlegt.

So machte Katies Mutter sie unsterblich

Katies Mutter schreibt völlig offen: Über die Phobien, die sie selbst entwickelt hat. Darüber, wie schwer es ihr fällt, Katie und ihre große Schwester aus den Augen zu lassen. Sie schreibt den Blog, "um nicht zu vergessen." Und fügt fast jedem Text Fotos von ihrer tapferen und lebensfrohen Tochter hinzu:

(Wenn ihr auf das Bild klickt, könnt ihr euch durch alle Fotos in der Galerie blättern)

Katherine the Brave

Am 6. Juni 2016, genau ein Jahr nach der Diagnose, verlor das Mädchen den nervenzerrenden Kampf gegen die fürchterliche Krankheit. Katie durfte in den Armen ihrer Eltern einschlafen. Doch dank ihrer Mutter, die ihr letztes Lebensjahr detailgetreu wiedergab, wurde ihr Andenken unsterblich. Und könnte vielleicht auch anderen Eltern helfen, die eine vergleichbare Situation durchleben müssen.

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Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder in Deutschland sind so arm, dass ihre Eltern sich nicht einmal eine warme Mahlzeit leisten können. Ihnen hilft das Deutsche Kinderhilfswerk mit Kinderhäusern. Hier können die Kinder in Ruhe essen, Hausaufgaben machen und sogar an Kochkursen teilnehmen. Das ist nur mit Spenden möglich.

Die Wirtschaftskrise in Griechenland trifft Kinder ganz besonders. Der Verein KRASS e.V.“ möchte den Kindern in Athen und wo immer möglich in Griechenland, eine Auszeit mit Spiel, Kunst und Spaß unter professioneller Begleitung ermöglichen.”Details findet ihr hier.

Ihr könnt auch einfach Zeit spenden: Als Vorlesepate von Kindern im Raum Stuttgart bei Leseohren e.V.

Oder ihr werdet gleich Pate für ein Kind und schenkt ihm ein Stück unbeschwerte Freizeit: Solche Paten vermittelt zum Beispiel das Projekt Biffy Berlin.

(lm)