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Für Klimaschutz: Fleischkonsum soll bis 2050 drastisch reduziert werden

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Für Klimaschutz: Fleischkonsum soll bis 2050 drastisch reduziert werden | Mario Anzuoni / Reuters
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  • Um das Klima zu schützen, sollen die Deutschen weniger Fleisch essen
  • Dies fordert Umweltministerin Barbara Hendricks
  • Bis zum Jahr 2050 soll der Fleischkonsum in Deutschland deutlich reduziert werden

Um das Klima und ihre Gesundheit zu schützen, sollten die Deutschen weniger Fleisch essen: Mit dieser Forderung eckt Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) an. "Landwirtschaft und Klimaschutz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden", sagte Agrarminister Christian Schmidt (CSU) der "Bild"-Zeitung.

Weniger Massentierhaltung

Unterstützung kam dagegen von den Grünen. "Es gibt mehr als einen guten Grund in Zukunft nicht mehr auf massenhafte Fleischproduktion in Deutschland zu setzen", sagte der Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag Anton Hofreiter der "Passauer Neuen Presse".

Verbraucher müssten gutes Fleisch von Ramschware unterscheiden können, dafür brauche es eine Kennzeichnungspflicht.
In einem zwischen Umwelt- und Wirtschaftsministerium abgestimmten Entwurf eines Klimaschutzplans 2050 heißt es: Für den Klimaschutz entscheidend sei vor allem der Abbau der Wiederkäuerbestände.

Mittel- bis längerfristig müsse sich die Nachfrage nach tierischen Produkten reduzieren, bis 2050 solle ein Fleischkonsum entsprechend der Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) angestrebt werden. Dies helfe auch, ernährungsbedingte Krankheitsrisiken zu mindern.

Nicht mehr als 300 bis 600 Gramm Fleisch und Wurst

Die DGE empfiehlt, nicht mehr als 300 bis 600 Gramm Fleisch und Wurst pro Woche zu essen. Nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Fleischwarenindustrie isst jeder Deutsche im Schnitt gut 60 Kilogramm Fleisch im Jahr, das ist mehr als ein Kilogramm pro Woche.

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(lp)