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EU-Umfrage: Deutsche sind gegen den "Dexit"

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Hannibal Hanschke / Reuters
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  • Die Mehrheit der Deutschen ist dagegen, mehr Macht an die EU abzutreten
  • Für einen deutschen EU-Austritt sind jedoch nur Wenige

Nach dem Brexit steht die EU an einem Scheideweg. Während die Abspaltung weiterer Mitgliedsstaaten droht, fordern viele führende Politiker, darunter der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble, eine engere Zusammenarbeit der EU-Staaten. Die meisten Deutschen sind jedoch gegen eine Vertiefung der Union.

Mehr als zwei Drittel der Deutschen wünschen sich mehr Aufgaben für die Nationalstaaten. Das ergab eine neue Umfrage des "Spiegel“. Lediglich 27 Prozent der Befragten plädieren dafür, mehr Kompetenzen an Brüssel abzugeben.

Deutsche wollen in der EU bleiben

Dennoch: Lediglich zehn Prozent der Deutschen gaben an, für einen Austritt Deutschlands aus der EU zu sein. Das sind drei Prozent weniger als noch Anfang Juni.

Gegen den "Dexit“ sprach sich mit 87 Prozent die überwältigende Mehrheit der Deutschen aus.

In Frankreich ist EU-Skepsis größer

In Frankreich dagegen ist die Stimmung eine andere. Nach dem Brexit ergab dort eine Umfrage von "Le Figaro", dass lediglich 45 der Franzosen für einen EU-Verbleib sind.

33 Prozent der Franzosen stimmten für einen Austritt Frankreichs. Ein bedrohlicher Wert. Denn im kommenden Jahr finden im deutschen Nachbarland Präsidentschaftswahlen statt.

Die euroskeptische rechtsextreme Partei Front National wirbt mit einem scharfen Anti-Brüssel-Kurs. Sie droht, Europa weiter zu spalten.

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(lk)