Huffpost Germany

Stephen Hawking erklärt, warum der Mensch sich am Ende selbst zerstören wird

Veröffentlicht: Aktualisiert:
STEPHEN HAWKING
Stephen Hawking über die Dummheit der Menschen | Getty
Drucken

Die menschliche Spezies könnte in den nächsten hundert Jahren ausgelöscht werden. Physiker Stephen Hawking glaubt, dass wir in der gefährlichsten Zeit der Menschheitsgeschichte leben und diesen Zustand haben wir uns - natürlich - selbst zuzuschreiben.

Es ist jedoch nicht nur der wissenschaftliche und technologische Fortschritt, der uns schon bald zum Verhängnis werden könnte. Hawking glaubt, dass es vor allem unsere Dummheit ist, die der Menschheit schon bald ein Ende setzen könnte.

"Wir sind nicht weniger dumm geworden"

Hawking war am Samstag zu Gast in der bekannten US-Sendung Larry King Now und kam auf ein Problem zu sprechen, vor dem er schon im Jahr 2010 gewarnt hatte: Die Gier und die Dummheit der Menschen.

"Wir sind ganz bestimmt nicht weniger gierig oder weniger dumm geworden. Vor sechs Jahren habe ich vor Verschmutzung und Überbevölkerung gewarnt. Diese sind seitdem noch schlimmer geworden."

Hawking hatte bereits vor Jahren gewarnt, dass dieser Trend zu einer extremen Veränderung unserer Umwelt führen könnte, wenn wir ihm nicht entgegenwirken. Das Erdklima würde sich verändern und der Venus ähnlicher werden - einem Planeten, der für Menschen unbewohnbar ist.

Doch offenbar stehen unsere Gier und unsere Dummheit uns dabei im Weg. Denn schließlich müssten viele von uns Bequemlichkeiten aufgeben, um die Zerstörung unseres Planeten zu verhindern. Das scheint zu viel verlangt.

Der Kapitalismus als Folge der menschlichen Gier

Die Gier des Menschen lasse sich besonders gut im Kapitalismus erkennen, der nicht nur zu starker Umweltverschmutzung führt, sondern laut Hawking durch immer mehr automatisierte Jobs auch zu einem extremen ökonomischen Ungleichgewicht führen wird.

Bei einer Runde "Ask Me Anything" ("Du kannst mich alles fragen") des Portals Reddit sagte Hawking 2015:

"Wenn Maschinen alles produzieren, was wir brauchen, dann wird das Ergebnis davon abhängen, wie alle diese Dinge verteilt werden. Jeder kann ein Leben im Luxus führen, wenn der von den Maschinen produzierte Wohlstand verteilt wird. Oder aber die meisten Menschen enden in elenden Verhältnissen, falls die Maschinenbesitzer erfolgreich gegen die Verteilung des Wohlstands Lobby führen. Bis jetzt geht der Trend eher zu letzterem, da die Technologie momentan zu immer größerer Ungleichheit führt."

Noch gibt es Hoffnung für den Menschen: Wenn er erkennt, dass er als Teil eines Ganzen auf einem empfindlichen Planeten lebt, den es um jeden Preis zu schützen gilt.


Werdet zum Umwelthelfer

Keine Frage: Das Umweltbewusstsein in unserem Land hat sich in den vergangenen Jahren dramatisch gewandelt. Viele fragen sich allerdings: Wie kann ich wirklich effektiv helfen?

Das ist gar nicht schwer. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org stellt die Huffington Post Projekte vor, die jeder von Euch unterstützen kann.

Artenschutz ist eines der größten Umweltziele weltweit. Einer der gefährdetsten Tiere ist der Ameisenbär in Costa Rica. Das Projekt Tropica Verde hilft dabei, den Bestand der kleinen Tiere in der Region zu sichern. Mit einer Spende könnt ihr die Familienzusammenführung unterstützen.

Noch immer werden Elefanten wegen ihrer kostbaren Stoßzähne abgeschlachtet. Zurück bleiben verstörte Jungtiere. Um die kümmert sich die Aktionsgemeinschaft Artenschutz, die ihr hier unterstützen könnt.

Das Projekt OroVerde - Die Tropenwaldstiftung hilft, eines der wertvollsten Regenwaldgebiete Guatemalas zu erhalten - indem Menschen aus aller Welt Bäume kaufen. Hier geht es weiter zum Projekt.

Stephen Hawking nennt die größten Gefahren für die Menschheit

(vr)