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Eine Mutter hat die Geburt ihrer Tochter selbst fotografiert - die Bilder sind einzigartig

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Als Lisa Robinson-Ward letztes Jahr erfuhr, dass sie schwanger war, beschloss sie, eine neue Herausforderung anzunehmen: Die Fotografin aus Kalifornien, die sich auf Portrait- und Hochzeitsfotografie spezialisiert hat, wollte ihre eigene Entbindung fotografieren.

Die Schwangerschaft selbst war eine Überraschung, allerdings eine positive. Lisa Robinson-Ward und ihr Mann haben bereits einen neunjährigen Sohn und sie versuchten lange, noch ein weiteres Kind zu bekommen. Doch Lisa erlitt zwei Fehlgeburten.

Sie hatten deshalb eigentlich schon beschlossen, kein weiteres Kind zu bekommen, als Lisa doch schwanger wurde. Ihre Tochter Anora ist heute sechs Monate alt.

Die Mutter fotografierte die Geburt aus ihrer Sicht

Lisa dachte, wenn sie die Geburt fotografisch festhalten würde, würde ihr das helfen, ruhig und konzentriert zu bleiben - so könnte sie sich von den Schmerzen ablenken.

"Ich wusste nicht, ob ich wirklich Fotos machen könnte", gab Lisa zu. „Ich hatte es mir fest vorgenommen, war mir aber nicht sicher, ob ich es wirklich durchziehen könnte."

Aber es gelang ihr. Und die Fotos, die dabei entstanden sind, zeigen einen völlig neuen Aspekt der Geburt. Lisa Robinson-Ward beschreibt das Erlebnis:

krankenhaus

"Ich hatte bereits seit einer Woche immer mal wieder Wehen gehabt, als eines Morgens um drei Uhr plötzlich meine Fruchtblase platzte. Wir griffen unsere Tasche und die Kamera, setzten uns ins Auto und fuhren ins Krankenhaus. Zum Glück war es keine lange Fahrt. Als wir dort ankamen, zitterte ich bei jeder einzelnen Wehe. Ich kam an den Punkt, an dem ich mir selbst eingestehen musste, dass ich die Kamera niemals würde halten können."

krankenhaus

"Zwischen den Wehen konnte ich Fotos von den Dingen machen, die sich um mich herum befanden - die Geräte, die Monitore, solche Sachen. Aber es war anstrengend."

mutter

"Ich bekam eine Epiduralanästhesie und, als sie wirkte, hatte ich wieder mehr Kontrolle. Ich hatte wirklich Glück. Ich lag 14 Stunden in den Wehen, aber so fühlte es sich überhaupt nicht an. Die Zeit verging wie im Flug - vor allem, weil ich ein wirklich gutes Schmerzmanagement hatte..."

mann

"...und, weil mein Mann so eine große Unterstützung war."

mann krankenhaus

"Ich hatte den Arzt zuvor gefragt, ob es in Ordnung wäre, wenn ich fotografieren würde, aber für ihn war das gar kein Problem. Er war begeistert. Als er dann aber in den Kreißsaal kam und mein Gesicht hinter der Kamera sah, war er doch etwas erstaunt."

krankenschwester

"Ich fotografierte, während ich presste! Als ich bereit war, zu pressen, nahm ich die Kamera in die Hand und hielt drauf. Ich wusste nicht, ob die Fotos überhaupt etwas werden würden. Ich hatte keine Ahnung, ob die Kamera überhaupt richtig fokussieren würde, aber das alles half mir, fokussiert zu bleiben."

baby

"Ein Teil von mir hatte Bedenken, dass mich das Fotografieren zu sehr ablenken und ich nicht bei der Sache sein würde. Aber ich war absolut präsent, als Anora das Licht der Welt erblickte."

papa und baby

"Wenn ich mir diese Fotos wieder anschaue, dann weiß ich genau, wie ich mich gefühlt habe. Ich kann jeden Moment der Geburt meiner Tochter noch einmal erleben."

papa weinend

"Ich liebe es, das Gesicht meines Mannes anzuschauen, als er unsere Tochter zum ersten Mal sah. Er weinte. Er war einfach so glücklich."

papa schneide nabelschnur durch

"Ich weiß, dass ich Glück hatte. Es war eine sehr leichte Geburt."

baby

"Unsere Tochter ist wirklich entspannt, sie ist sehr sanft. Und sie schläft! Sie ist ein glückliches Kind."

baby breastfed

"Ich hielt sie in den Armen und ich konnte sie direkt stillen."

mutter weint

"Dieses Bild hat meine Mutter aufgenommen. Ich gab ihr die Kamera gleich nachdem Anora auf der Welt war und sie hat einfach drauflos geknipst!"

Dieser Artikel erschien zuerst in der Huffington Post USA und wurde von Cornelia Lüttmann aus dem Englischen übersetzt.

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(lm)