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Ein Kind verletzt sich auf dem Spielplatz schwer - wie es dazu kam, ist kaum zu glauben

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Die junge Mutter Amy Smith aus dem britischen Torquay hatte ihre zweijährige Tochter Demi-Mai am Spielplatz nur kurz aus den Augen gelassen, als das kleine Mädchen plötzlich blutüberströmt und weinend auf sie zu rannte.

Das Kleinkind war in eine Röhrenrutsche geklettert und hatte sich beim Herunterrutschen an Glasscherben verletzt, die dort lagen.

Hat jemand absichtlich die Glasscherben auf die Rutsche gelegt?

Die entsetzte Mutter brachte das kleine Mädchen ins Krankenhaus, wo sie ärztlich versorgt wurde. Jetzt erholt sich Demi-Mai Zuhause. "Der Schnitt ist sehr entzündet und sie hat immer noch Probleme mit dem Gehen", sagte Smith gegenüber der britischen Tageszeitung "The Mirror".

Zwar wird Demi-Mai wieder gesund, aber das kleine Mädchen hat jetzt Angst davor, noch einmal zu rutschen. Smith wendet sich nun an die Öffentlichkeit: Sie ist wütend darüber, dass sich ihr Kind an Glasscherben verletzt hat, die jemand absichtlich in der Rutsche platziert haben muss, wie sie glaubt.

Andere Eltern berichten von ähnlichen Erlebnissen

Sie sagt: "Es macht mich wütend, dass jemand so etwas an einem Spielplatz macht. Ich war so stolz, weil Demi gerade gelernt hatte, wie man die Rutsche hinaufklettert."

Smith will nicht nur, dass der Täter gefunden wird, sondern auch darauf aufmerksam machen, welchen Gefahren Kinder auf dem Spielplatz ausgesetzt sind. Andere Eltern pflichten ihr bei und berichten von ähnlichen Erlebnissen:

"Das macht mich wütend! Wieso tut jemand so etwas? Ich habe gehört, dass so etwas auch auf einem Spielplatz in Widnes passiert ist!" schreibt eine Twitter-Nutzerin.

Auch an deutschen Spielplätzen findet man Glasscherben

Auch in Deutschland gibt es solche Vorfälle. So beschwerten sich Eltern im Münchner Stadtteil Laim über Glasscherben und Müll auf ihrem Spielplatz.

Die "BZ" berichtete letzten Samstag, dass ein Spielplatz in Berlin gesperrt werden musste, weil dort Glas ausgelegt wurde. Eine Mutter entdeckte am Freitag am Arkona-Spielplatz im Berliner Bezirk Mitte jede Menge Glasscherben im Sandkasten und rief die Polizei.

Sogar am Ende der Rutsche waren Glasscherben in den Sand gelegt worden - als "Kinder-Fallen", wie die "BZ" schreibt. Die Beamten ermitteln wegen vorsätzlich versuchter schwerer Körperverletzung.

Vor drei Tagen meldete die "Berliner Morgenpost", dass es offensichtlich Kinder im Alter von 12 bis 13 Jahren waren, die Glasflaschen am Spielplatz zerschlagen hätten. Die Ermittlungen laufen aber noch.

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Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder in Deutschland sind so arm, dass ihre Eltern sich nicht einmal eine warme Mahlzeit leisten können. Ihnen hilft das Deutsche Kinderhilfswerk mit Kinderhäusern. Hier können die Kinder in Ruhe essen, Hausaufgaben machen und sogar an Kochkursen teilnehmen. Das ist nur mit Spenden möglich.

Die Wirtschaftskrise in Griechenland trifft Kinder ganz besonders. Der Verein KRASS e.V.“ möchte den Kindern in Athen und wo immer möglich in Griechenland, eine Auszeit mit Spiel, Kunst und Spaß unter professioneller Begleitung ermöglichen.”Details findet ihr hier.

Ihr könnt auch einfach Zeit spenden: Als Vorlesepate von Kindern im Raum Stuttgart bei Leseohren e.V.

Oder ihr werdet gleich Pate für ein Kind und schenkt ihm ein Stück unbeschwerte Freizeit: Solche Paten vermittelt zum Beispiel das Projekt Biffy Berlin.

(vr)